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Paris. Der kleine Tod des Bloggers.

Ich lebe in Leipzig. Klein-Paris, wie es Goethe dereinst bezeichnete. Aber wenn ich ehrlich bin: Vergiss es! Klar, Leipzig ist grün, verfügt über diverse Sehenswürdigkeiten die nicht nur älter als der Eifelturm, sondern zuweilen auch größer sind. Trotzdem. Leipzig. Du bist ein Möchtegern-Paris. Jetzt wird es hier im Blog gleich viel kühler. Merkt ihrs? Der […]

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Ich lebe in Leipzig. Klein-Paris, wie es Goethe dereinst bezeichnete.
Aber wenn ich ehrlich bin: Vergiss es! Klar, Leipzig ist grün, verfügt über diverse Sehenswürdigkeiten die nicht nur älter als der Eifelturm, sondern zuweilen auch größer sind. Trotzdem. Leipzig. Du bist ein Möchtegern-Paris.

Jetzt wird es hier im Blog gleich viel kühler. Merkt ihrs?
Der eisige Wind des Hasses schlägt mir von den Leipzigern ins Gesicht.

Natürlich meine ich das alles nicht so.
Genaus so wenig, wie Leipzig das neue Berlin ist, ist es das kleine Paris.
Leipzig ist anders, frisch, neu. Einzig. Artig?

Paris hingegen. Paris.
Ist die Stadt des Wahnsinns.

Nirgends habe ich bisher so viele Autos mit ramponierten Stoßfängern vorn und hinten gesehen.
Nirgends wird so dicht an dicht geparkt. Viele Autofahrer verzichten auf lackierte Stoßfänger, und wenn die auf einer Seite irgendwann etwas tiefer hängen als auf der anderen – egal. Denn 14 Tage später wäre es wieder so. Dass man ohne eingelegten Gang parkt gehört quasi zum guten Ton. Zumindest dann, wenn die Plastik am eigenen Auto noch etwas länger halten soll.

Und auch der Verkehr ist wahnsinn. Anders kann man es denke ich nicht beschreiben. Darüber hatte ich mich ja bereits ausführlich ausgelassen. Und es prima zu sehen, dass ich mit meiner Ansicht der waghalsigen Pariser nicht allein bin. Denn auch Mario-Roman Lambrecht hat sich auf dem Weg zum Mondial de l’Automobile in das Pariser Getümmel gestürzt – mit der Konsequenz, dass sein “persönlicher Herz-Rhythmus keine konstante Schlagfrequenz mehr beibehalten” konnte. Wie er Paris erlebte, könnt ihr hier nachlesen (Teil 2 gibt es hier).

Natürlich waren wir nicht allein in Paris. Nicht, wenn der größte Autosalons Europas ruft. Auch Fabian Meßner und Lisa, The Car Addict, waren in der schönen Stadt an der Seine. Mit einem Auto, das in der Stadt der Schönen quasi seinen natürlichen Lebensraum hat: Einem Jaguar XF.
Und auch hier: Große Augen angesichts des Chaos: “Wo im Normalfall drei Spuren sind, waren es plötzlich fünf. Überall Autos, Roller und Motorräder die sich noch irgendwie durchdrücken, wo eigentlich gar kein Platz mehr ist.
Ach, Paris. Du Kleinod des Verkehrs.
Wer hier fährt, lernt zu fahren. Richtig. Gut.

Was mich am meisten fasziniert hat an all dem: Dass das alles einigermaßen freundlich bleibt. Es ist ein Geben und Nehmen: Du agierst mit Rücksicht und bekommst diese auch selbst zu spüren. Ginge aber auf der anderen Seite wahrscheinlich auch nicht anders, würde jeder auf seiner Vorfahrt, seiner Spur und seinem Bereich bestehen – es wäre ein automobiles Gomorra.

Kim-Christopher Granz war ebenfalls in Paris unterwegs.
Nicht mit einem BMW. Nicht mit einem Mercedes. Nicht mit einem Jaguar. Sondern mit dem neuen Opel Adam. Aber wie soll ich seinen Bericht auf rad-ab.com nur deuten? Hat er über Groß-Paris nichts zu erzählen? Ist der Verkehr in Oldenburg vielleicht gar vergleichbar? Oder fährt man im Opel Adam einfach tiefenentspannter? Fragen über Fragen …

Wie dem auch sei. Paris, es war eine wunderbare Reise.
Ich freue mich auf die nächste Begegnung mit der Stadt … Auch, wenn sie so was die der kleine Tod des Autobloggers ist. Und da passt die französische Übersetzung wirklich in beiden Richtungen. Als “petit mort” bezeichnet der Franzose poetisch auch den Orgasmus. Darüber mache sich jetzt jeder lieber selbst seine Gedanken.