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MAN TGX

Mein erstes Mal: Lkw Fahren

Mit sieben Jahren saß ich zum ersten Mal hinter dem Lenkrad eines Autos und steuerte selbst: Es war ein Robur LO – einer der beiden verbreiteten Lkw Modelle in der DDR. Nach der Wende fuhr ich aushilfsweise verschiedene Lkw-Modelle, nie aber einen MAN. Das wird sich am Montag ändern.

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Ich bin mit Autos aufgewachsen. Mit großen Autos. Als Spross einer Speditionsfamilie gehörten neben meinen Eltern und meinem Bruder immer auch Lkw zu meinen “Angehörigen”. Ein alter Robur LO war das erste Auto, welches ich selbst fuhr. Ich war sieben Jahre alt, stand hinter dem Lenkrad und gab auf Zuruf meines Vaters, der Stroh von einem Feld hinten auf den Lkw lud, immer etwas Gas, um ein paar Meter vor zu rollen. Wahrscheinlich hätte der treue DDR-Laster das auch ganz von allein, ohne den jungen Thomas im Führerhaus, getan, aber als Siebenjähriger ist man stolz wie kein anderer Mensch zur gleichen Zeit auf dem Erdenball, wenn man allein einen Lkw steuern darf.

Mit der politischen Wende in Deutschland 1990/1991 kam auch die Wende für das Unternehmen meines Vaters. Und als einer der wenigen Selbständigen in der sonst verstaatlichten DDR-Wirtschaft gelang ihm der unternehmerische Wechsel vom Sozialismus in den Kapitalismus erfolgreich. Der Robur wurde durch gebrauchte Mercedes ersetzt, und die irgendwann durch neue Mercedes, und neue MAN.

Mit der Zeit wuchs nicht nur die Belegschaft des kleinen Unternehmens, sondern auch der Fahrzeugbestand. Eines blieb: Die Marken. Auf dem Hof standen stets nur Fahrzeuge von MAN und Mercedes.

Irgendwann in meiner frühen Jugend fand ich nichts abenteuerlicher, als meinen Vater oder einen der Angestellten auf den meist innerdeutschen Touren zu begleiten. Nachts um zwei Uhr aus dem Bett, abends um 19 oder 20 Uhr wieder daheim – und dazwischen 800 und mehr Kilometer.
Am liebsten fuhr ich in den MAN Lkw mit. Das mag an ihrer Größe gelegen haben, an ihrer eckigen Form, dem Löwen auf dem riesigen Kühlergrill, oder den Fahrern … Wer weiß.

Hinter dem Steuer eines MAN selbst hingegen saß ich nie.
In den Zeiten, in denen ich bei meinem Vater in der Firma aushalf, waren es trotz vorhandener Fahrzeuge immer nur Mercedes-Lkw, die ich fuhr. Nie welche von MAN.
Das werde ich am Montag nun nachholen.
Nach sieben Jahren werde ich zum ersten mal wieder selbst hinter dem Lenkrad eines Lkw sitzen. Und ich werde zum ersten mal einen MAN fahren; dazu einen mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht.

Denn MAN lädt einige deutsche Autoblogger zu einem wohl einmaligen Event: in München geht es mit den aktuellen Fahrzeugen des Lkw-Spezialisten auf die werkseigene Teststrecke. Neben einer Werksführung und jeder Menge Expertengesprächen warten dann auch einige Asphaltmeter mit großen und kleinen MAN Lkw auf uns.
Ich bin mir sicher: hinter dem Lenkrad eines aktuellen MAN TLX werde ich mich am Montag noch einmal so fühlen, wie jener kleine Junge damals auf dem Feld …