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Drei Stunden Kopenhagen

Kopenhagen ist eine der hippen Städte im Norden Europas. Warum also nicht auf einer Durchreise eine kurze Verschnaufpause dort machen – für einen Kaffee, den Sonnenuntergang und das Frühstück bleibe ich hier. Meine Tipps.

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Nur weil man eine Stadt aufgrund des Geschäftstermins oder der puren Durchreise nicht lange erkunden kann, muss man sie nicht ignorieren. Klar, für Shopping und Museum reichen drei Stunden nicht. Aber durchaus für einige Sehenswürdigkeiten, ein Kaffee, etwas zu Essen und das Gefühl eine spannende Stadt kennen gelernt zu haben. Ein Kurzbesuch.

Auf dem Rückweg vom Familienurlaub aus Schweden machten wir einen Zwischenstopp in Kopenhagen Und “Zwischenstopp” bedeutet hier: 1,5 Stunden vor Sonnenuntergang rein in die Stadt, Nacht mit drei Kindern in der Stadt und Morgens gegen 10 Uhr wieder raus.

Effektiv bleiben da als Eltern mit drei Kindern also vielleicht drei Stunden. Machen wir das Beste draus!

Als Hotel haben wir uns das Wakeup an der Borgergade ausgesucht. Zwei Gründe dafür: Erstens liegt es recht zentral in der Stadt, zweitens ist es günstig.

Das ist übrigens der spürbarste Effekt von Kopenhagen: Der im Portemonnaie. Die Stadt, die über die Öresund-Brücke mit dem schwedischen Malmö verbunden ist, geht direkt ans Geld – zählte 2013 gar zu den Top 10 der teuersten Städte der Welt (Platz 8).

Eine Übernachtung im Familienzimmer kostet 177 Euro, dafür wird Platz für 4 geboten (2 Erwachsene, 2 Kinder) – der älteste Sohn schlief in einem zusätzlichen Einzelzimmer.
Die Räume sind winzig – mehr als ein Bett, ein kleiner Schreibtisch sowie die Duschzelle und der eigene Koffer passt hier wirklich nicht rein. Dafür ist es sauber, es gibt freies WLAN und für knapp 10 Euro Frühstück. Beim Fernsehprogramm entdeckten die Kinder nur Super RTL auf Deutsch, ansonsten strahlt das dänische Fernsehen aber Programme oft auch in Originalton aus.
Wer sich auf einem kurzen Städte- oder Business-Trip befindet und nur ein Bett braucht ist hier gut aufgehoben. Achtung jedoch: eigenes Duschzeug mitbringen!

Neben dem Hotel befindet sich ein Parkhaus fürs eigene Auto, in der Nähe diverse Einkaufsmöglichkeiten und Cafés. Das urigste davon ist wahrscheinlich das Mormors zwei Querstraßen weiter.
Hier gibt es hervorragenden Kaffee, Sandwichs und kleine Naschereien und eine gemütliche Atmosphäre. Der Laden ist eine kunderbunte Sammlung aus Flohmarkt, Krams und Souveniers – insgesamt schaut es aus, wie bei Mama am Küchentisch. Kurz: Unheimlich gemütlich!

Vom Mormors aus kann man wunderbar am Hafen schlendern – hier hat man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in einer Tour: Nyhavn, vorbei an neuer Oper, kleiner Meerjungfrau, dem Kopenhagener Kastell mit Jungfrauenbrunnen, das Schloss Amalienburg (wo wir zufällig rechtzeitig zum nachmittäglichen Wachwechsel vorbei kamen), die Frederiks Kirche. Im Sonnenuntergang leeren sich die Straßen langsam, man hat die Sehenswürdigkeiten fast für sich allein. Vor allem an der berühmten Meerjungfrau ein Vorteil – die Horden von Touristen sind nahezu alle weg und Hans Christian Andersens kleine Fabelfigur sitzt fast schon melancholisch am Hafen.

Unser Abendessen organisieren wir in den vielen kleinen Shops zusammen – netto, 7 Eleven, … In der Gegend gibt es viel und das Angebot ist groß. Wer Essen gehen mag sollte vielleicht eher raus aus dem Touristenviertel Hafen. Tripadvisor hält einige gute Tipps parat.

Natürlich ist Kopenhagen mehr als drei Stunden wert. Egal ob man Lifestyle-, Kultur-, Fahrrad-Fahrt- oder Architektur-Fan ist – die dänische Hauptstadt bietet für jeden etwas.
Ich werde wieder kommen – dann mit etwas mehr Zeit im Gepäck …

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