autokarma - Das Autoblog für Männer mit Kind und Familie

Special - Roadtrip durch Schweden: Verfolge meine Nord-Tour mit einem BMW 5er Gran Turismo. Viel Spaß beim Lesen!

Reisen mit Kindern: Prolog.

Du stellst das Auto auf den Parkplatz, schaltest den Motor aus und es explodiert. Förmlich. Denn nach ein paar hundert Kilometern platzen die Kinder aus der blechernen Umhüllung wie die Eingeweide eines gestrandeten Wals.

Die Vorgänge, die während einer Reise im Inneren eines Autos passieren, sind ähnlich denen, die in einem gestrandeten Wal vor sich gehen: die Luft bleibt zwar dank Klimaanlage stetig angenehm, subjektiv lädt sie sich jedoch auf. Wird mehr. Gärt. Nach einem Nachmittag im Auto will Jeder nur noch raus – und mit den Kindern kullert alles hinaus, was sich in den letzten Stunden in diesem Mikro-Universum versammelt hat. Über Kekskrümel regt man sich bereits nach der ersten Stunde nicht mehr auf – aber auf dem Stück Erde, auf dem das Auto für die Pause zum Stehen kommt, herrscht der geologische Zustand eines Erdbebens. Aus dem Auto platzt gleichzeitig mit den Kindern auch jede Menge Spielzeug, zig Schuhe, Strickjacken, Kissen und – Moment, ist das gerade etwas aus dem Auto davongeflogen? – hinaus.

Reisen mit Kindern ist ein Erlebnis.
Reisen in einem Auto mit Kindern ist ein Erlebnis.

Das Ziel einer jeden Reise mit Kindern ist nicht der Urlaubsort. Es ist ein hochgradig entspannter Geisteszustand. Etwas Buddhahaftes. Eine neue geistige Evolutionsstufe des Seins auf der Autobahn. Es gibt, mit Kindern auf der Rückbank, für so manchen nur zwei Arten zu reisen: die mit unverantwortlichen 230 km/h auf der linken, oder die mit 120 km/h auf der rechten Seite der Autobahn.

Ich präferiere die Letztere. Denn 230 km/h und Kinder vertragen sich nicht.

Nun haben wir mit unseren Kindern bereits einige lange Reisen zurück gelegt. 1.100 Kilometer nach Mittel-Schweden sind nicht selten. 800 Kilometer nach Belgien waren es auch schon. Jeweils eine Strecke. Wir sind erprobt, und die Kinder mit die besten Beifahrer, die man sich wünschen kann. Unsere zumindest, gegen andere tauschen möchte ich sie nicht …

Diesen Sommer jedoch sind wir mutiger denn je. Mehr als 4.000 Kilometer sollen es werden – in 10 Tagen. Ein Roadtrip quer durch Nord-Europa. Nicht mit einem Wohnwagen, sondern einem Zelt im Gepäck.

Was habe ich mir dabei gedacht, als ich diesen Vorschlag machte? Und wieso hat die Beifahrerin zugestimmt? Sind es nicht die Frauen, die uns Männer sonst von derlei Verrücktheiten abhalten?

Ich bin heute jedoch voller Vorfreude.
Und angesichts solcher Camping-Erlebnistexte, wie dem von Maximilian Buddenbohm in seinen Herzdamegeschichten wächst sie noch mehr.
Denn neben dem Weg ist unser Ziel tatsächlich ein Abenteuer zu erleben. Und ich bin mir sicher: dank abenteuerlustiger Kinder, amorpher Haufen im Zelt und ungestümen Chaoses wird das eine wunderbare Zeit. An deren Ende über jeden einzelnen Tag hoffentlich, wie bei Herrn Buddenbohm, auch bei mir steht: “Das ist dann allerdings ein Tag, den ich wundersam entspannt verbringe, weil ich morgens schon weiß, dass ich sowieso nichts erreichen kann, außer am Abend wieder da zu liegen.

Bild: Joe Fakih Gomez

ProfilbildHi, auf autokarma.Ich bin . Dieses Weblog ist mein persönliches Blog rund um Autos, und ich hoffe es macht Dir Spaß. Mehr erfahren!

Schweden. Wie nie zuvor. 4.000 Kilometer durch Nordeuropa - von München über Hamburg, zur Nordspitze von Dänemark und rüber nach Stockholm. Alles mit dem neuen BMW 5er Gran Turismo. Viel Spaß beim Lesen!

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Quelle Flaggenbilder: Deutschland, Dänemark, Schweden - jeweils CC Lizenz