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Formel 1 Motor 2014 - AMG

So klingt die Formel 1 im Jahr 2014

Im Jahr 2014 halten die Turbo-Motoren wieder Einzug in der Formel 1. Die neuen V6-Turbo-Aggregate sollen dank neuer Energierückgewinnung aus nur 1,6 Liter Hubraum so viel Leistung wie die bisherigen V8-Motoren liefern. Nur der Sound ändert sich – Mercedes lässt schon einmal vorhören.

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Als erstes hat Renault vor einer Weile sein neues Triebwerk für die Formel 1 im nächsten Jahr 2014 vorgestellt. In der kommenden Saison wird es für Fans und Techniker einige Änderungen geben, die vor allem auf die Ohren gehen. Denn aus den aktuellen V8-Aggregaten werden V6-Turbo-Motoren, mit gerade einmal 1,6 Litern Hubraum.

Zudem wird die Benzindurchflussmenge vorgeschrieben und die Teams müssen ein “doppeltes” Energierückgewinnungssystem (ERS) einsetzen. Dessen Energie – einmal wie bisher durch Bremskraft, zum zweiten aus Abwärme gewonnen – können im Auto nahezu beliebig eingesetzt werden. So kann die zusätzliche Energie wie bisher in eine Batterie fließen, oder direkt für den Antrieb der Räder oder des Turboladers genutzt werden.

Rein physikalisch betrachtet, wäre die direkte Umsetzung der ERS-Energie in Vortrieb am effizientesten, jedoch: “Auf der Rennstrecke kann je nach Situation das Zwischenspeichern sinnvoller sein”, erklärte Rob White Leiter der Motorenentwicklung bei Renault Sport F1 in Viry-Châtillon, bei der Präsentation des neuen Renault-Aggregats. “Wenn du die Energie für bestimmte Beschleunigungsphasen aufsparst, erzielst du bessere Rundenzeiten”, so wie es heute bereits mit KERS der Fall ist.
Dabei gibt es noch einen Unterschied zur Saison 2013: Das neue System darf 2 Megajoule Energie zurückgewinnen, aber bis zu 4 Megajoule abgeben. Damit kann das System den Antrieb über eine Zeitspanne von etwa 34 Sekunden zusätzlich befeuern, aktuell sind es nur 6,5 Sekunden. Und: die Leistung ist doppelt so hoch, wie beim KERS – insgesamt 120 kW (mehr als 160 PS) sind so zusätzlich an Power drin.

Die neuen Motoren stellen die Ingenieure vor große Herausforderungen. Und Fans müssen sich an einen neuen Sound gewöhnen. Den können wir dank Mercedes jetzt schon einmal vorhören.
Denn die Stuttgarter haben jetzt ein Video online gestellt, in dem Fans dem neuen Motor auf einer Runde in Monza zuhören können.

Die neue Saison 2014 wird spannend. Und sie zeigt, dass der Downsizing-Trend auch an der Mutter des Motorsports nicht vorbei geht. Dabei kennt man den Trend aus der Serienfertigung von Autos. Denn obwohl die Motoren kleiner werden, sollen die in der Summe aus Turbomotor und den beiden Hybridsystemen genauso viel Drehmoment und Leistung erbringen, wie die aktuellen V8-Sauger. Nur kann die zusätzliche Energie noch taktischer eingesetzt werden, als bisher.
Viele Motorschäden, wie in der Turbo-Ära der 80er Jahre, sollten wir nicht zu sehen bekommen. Nach wie vor gilt das Reglement zur begrenzten Anzahl an Motoren, die pro Saison eingesetzt werden. Zudem haben sich die Erfahrungen mit Turbo-Aggregaten in der Serienfertigung der Hersteller massiv verbessert.