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DTM 2012 – BMW krönt den Wiedereinstieg mit Titel-Tripel

Es gibt viele Superlative. Und nach einer DTM Saison wie dieser, könnte man sie zu Recht benutzt. Ich beschränke mich auf ein SENSATIONELL. Weil es das in meinen Augen so unheimlich trifft. Ich habe die DTM zuletzt in ihrem ersten Comeback-Jahr anno 2000 für eine vollständige Saison verfolgt. Aus beruflichen Gründen. Und mit einem Blick […]

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Es gibt viele Superlative. Und nach einer DTM Saison wie dieser, könnte man sie zu Recht benutzt.
Ich beschränke mich auf ein SENSATIONELL. Weil es das in meinen Augen so unheimlich trifft.

Ich habe die DTM zuletzt in ihrem ersten Comeback-Jahr anno 2000 für eine vollständige Saison verfolgt. Aus beruflichen Gründen. Und mit einem Blick auf den gelben Audi TT des Teams Abt. Damals schrieb ich für eine kleine Lokalzeitung in Kempten – folglich blieb eben nur der Blick.

Seit dem habe ich immer mal wieder sporadisch geschaut – eine Faszination entwickelte sich jedoch nie so wirklich. Insbesondere seit Opel sich zurück gezogen hatte war die DTM für mich … langweilig. Auch wenn ich ihr damit vielleicht ungerecht werde.

Bis 2010 kam. Und sich BMW fit für den Wiedereinstieg machte.
Und so ist 2012 das Jahr, in dem ich die DTM nach einer Ewigkeit wieder für eine ganze Saison verfolgt habe.
Rennen für Rennen. Session für Session.

Und jetzt. Ist die erste Saison mit BMW beendet.
Und die Bayern stehen in allen drei Wertungen auf dem obersten Treppchen.

Zu Beginn der Saison hätte damit niemand gerechnet.
Und sicherlich ist immer auch ein Quentchen Glück dabei – aber das Ergebnis ist eine Sensation.

Anderes fällt mir dazu nicht ein.
Ausser: Glückwunsch, BMW! Glückwunsch, Team Schnitzer! Glückwunsch, Bruno Spengler!

Insbesondere für Spengler dürfte es eine Genugtuung sein. Nach vier verpassten und verpatzten Anläufen endlich die Krone aufsetzen zu können. Dass er würdig ist, zeigt am Ende auch das letzte Rennen der Saison: Er muss vor Paffett ins Ziel kommen und setzt sich souverän durch, hält ihn über die Hälfte der Laufzeit auf Abstand – auf einer Sekunde Abstand! -, obwohl der Mercedes in der Balance augenscheinlich das bessere Auto war. Dafür kann man ihm nicht genug Respekt zollen.

In München feiert man. In Stuttgart weint man – dieser DTM Titel wäre nach dem anhaltenden Debakel in der Formel 1 so wichtig gewesen. Und in Ingolstadt? Wehklagt man wahrscheinlich, in Anbetracht der Tatsache, den sicher geglaubten Titel der Herstellerwertung doch noch an den härtesten Wettbewerber zu verlieren. Bitter ist dies insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass sowohl Mercedes als auch Audi mit acht Autos in die Rennen ging, BMW im ersten Jahr jedoch nur sechs Autos einsetzte.
Fairness und Sportsgeist beweisen die Mannschaften aus Stuttgart und Ingolstadt am Ende trotzdem – davor habe ich höchsten Respekt: Audi gratuliert BMW auf Facebook mit einem Post! Und das Mercedes DTM Team gratuliert dem neuen Meister ebenso. Real Sportsmen.

Ich freue mich – auf eine spannende Saison 2013.
Die Latte für BMW liegt hoch. Sehr hoch.
Die Autos sind “fest”, bleiben auf dem technischen Stand diesen Jahres. Was noch offen ist: vier bis fünf Cockpits. Denn BMW wird die Zahl der Autos von sechs auf acht erhöhen, Coulthard, Wolff und womöglich auch Ralf Schumacher beenden ihre DTM-Karriere. Da wird man im Winter sicherlich noch einige Überraschungen erleben. So wird bspw. über einen Wechsel von Green zu BMW gemunkelt – der hatte sich neben Spengler und Paffett dieses Jahr als Nr. 3 in der Wertung festgebissen.

Das ganze Rennen zum noch mal mit-zittern und -erleben gibt es via YouTube: