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Echter Berglöwe – Unterwegs mit dem neuen MAN TGX D38

Die Luft um uns herum ist ein Glutofen, macht das Erklimmen der Berge zu einer müßigen Angelegenheit. Erst Recht, wenn man den Aufstieg mit 40 Tonnen Ladung zu bewältigen hat. Auf der ersten Testfahrt in Andalusien muss der neue MAN TGX D38 unter hochsommerlichen Bedingungen zeigen, wie er mit dem Alltag fertig wird. Keine Überraschung: das neue Flaggschiff von MAN zeigt sich löwenstark.

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Die Sonne ist in Südspanien ein ewiger Begleiter. Bereits Morgens um sieben Uhr steht Sie über Granada und beginnt, die Hügel der vor den Stadttoren liegenden Sierra Nevada aufzuheizen. Die Luft vor meinem Hotelfenster flirrt, in Sichtweite thront die historische La Alhambra über der Stadt.

Doch ich bin weder hier um Sonne oder Geschichte zu erleben. Mein Besuch gilt der Zukunft – jener von MAN. Denn im Zentrum dreier Tage in Südspanien steht das neue Flaggschiff der Münchener: der MAN TGX D38.

Nach dem Ausflug in die Kiesgrube am Vortag geht es für mich diesmal mit den MAN Sattelzugmaschinen auf Tour. Journalisten aus den Niederlanden, der Schweiz, Bulgarien und Russland testen die neuen Long Haul-Fahrzeuge auf einer anspruchsvollen Strecke: von Granada geht es mit dem Lkw über 1.500 Höhenmeter runter zum Meer nach Motril – und anschließend wieder zurück.

Die Straßen winden sich um die Berge, links und rechts wachsen Olivenbäume. Andalusien ist übersäht mit ihnen, wird verschluckt von Wellen der geduckten Sträucher. 150 Millionen von ihnen säumen den Süden Spaniens, reihen sich zum größten Olivenhain der Welt aneinander.

Die Landschaft ist beeindruckend, die 560 PS unter meinem Sitz sind es nicht weniger. Der MAN TGX D38 zieht unbeeindruckt von den zuweilen steilen Anstiegen Kilometer um Kilometer über das Land.
Schließt man auf dem Beifahrersitz die Augen, kann man kaum sagen, ob es bergauf oder bergab geht. Der Motor ist zurückhaltend leise, egal welche Leistung er gerade zu erbringen hat.

Es ist etwas Besonders, einen Lkw in Ruhe auf Herz und Nieren testen zu können. Sonst muss er sich im Alltag bewähren. Auf der Testfahrt hingegen haben die Journalisten die Möglichkeit Funktionen und Fahrverhalten in ganz unterschiedlichen Situationen zu testen.
Das wird kritisch getan – doch es fällt schwer am neuen MAN TGX D38 etwas zu finden, dass nicht überzeugt. Das gibt auch Fedor Lapshin, ein Kollege der russischen Autoreviewm zu – und klingt dabei fast schon wehmüdig: „Ein tolles Auto, ein toller Motor!“, sagt der Journalist. „Schade, dass er noch etwas Zeit braucht, bis er nach Russland kommt.“

Natürlich ist da auf der einen Seite der Motor. 160 Kilo leichter als der direkte Vorgänger – der MAN D28 V8 -, dazu effizienter, langlebiger, …
Auf der anderen Seite allerdings ist da auch die Technologie in Form zahlreicher Hilfssysteme, die es dem Fahrer von heute möglichst einfach machen wollen. Es geht um Sicherheit und Effizienz, darum nicht nur sicher am Ziel anzukommen, sondern auch möglichst schonend – das gilt für Material, Umwelt und Fahrer gleichermaßen.

Hier erlebe ich beim MAN TGX D38 vor allem die intelligenten Fahr-Assistenzsysteme als eine Bereicherung für den Alltag. Und das geht nicht nur mir so – auch bei den Journalisten sorgen sie für viel Begeisterung.

Richtig viel Intelligenz steckt im MAN EfficientCruise System.
Der neue Assistent fährt dem Gelände angepasst möglichst vorausschauend und somit kraft(stoff)sparend. Über die GPS-Ortung des MAN Telematik-Systems weiß der TGX immer, wo er ist und kann seine Position mit dem integrierten Offline-Kartenmaterial abgleichen. In diesem ist nicht nur der Straßenverlauf hinterlegt, sondern auch Steigungen und Gefälle. So ist es möglich, dass der Lkw weiß, in welcher topografischen Umgebung er sich befindet. Entsprechend kann er Gänge und Fahrverhalten intelligent nutzen: es legt den situativ passenden Gang ein. Vor einer Steigung baut es zudem Geschwindigkeit auf und nimmt rechtzeitig vor einer Bergkuppe das Gas raus, sodass der Lkw mit dem Schwung spritsparend über die Steigung rollt.
Ziel des Systems dabei: den Lkw immer im idealen Drehzahlbereich zu bewegen.

Das neue System bietet so gesteigerte Effizienz bei mehr Komfort für den Fahrer.
Der eigene MAN TGX ist damit nicht mehr nur „stur“ auf eine Geschwindigkeit eingestellt, sondern übernimmt die intelligente und vor allem effiziente Fahrweise eines erfahrenen Kraftfahrers.

Wer das neue System nicht ordert oder einsetzen will, der kann auf „EfficientRoll“ zurückgreifen. Zusammen mit dem MAN TipMatic 2-Getriebe wird der MAN TGX dank des Systems zum schlauen Autopilot. Stellt das System fest, dass über einen gewissen Zeitraum nicht Gas gegeben oder gebremst wird, kuppelt es aus und lässt den Lkw so spritsparend im Leerlauf rollen. Erreicht es dann die Schwelle von +4 km/h über der eingestellten Tempomat-Geschwindigkeit (maximal 91 km/h), oder betätigt der Fahrer eines der Pedale, kuppelt der MAN wieder ein und bremst somit wieder ab.
Auf den spanischen Bergauf- und Bergab-Passagen konnte das System überzeugen und spart so immer wieder kleine Mengen an Diesel, die sich über die Betriebsdauer durchaus bemerkbar machen.

Insgesamt hinterlässt der MAN TGX D38 auf den ersten Testfahrten in Südspanien einen hervorragenden Eindruck.
Den können sich nun auch bald interessierte Fahrer und Entscheider machen. Denn nach den Testfahrten feiert der Neue in wenigen Tagen auf der IAA in Hannover seine Publikumspremiere. Dort wird es nicht nur möglich sein, das neue Flaggschiff auf dem MAN Stand kennenzulernen. Im Umfeld der Messe werden Besucher auch die Möglichkeit zu eigenen Testfahrten haben. Doch dazu in einigen Tagen mehr. Dann begleitet autokarma den neuen MAN TGX mit nach Hannover!