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BMW M2 Coupé auf der Automesse Detroit - NAIAS 2016 - Premiere - Live-Bilder

Der neue BMW M2: Premiere in Detroit – Live-Fotos vom Sport-Coupé

Endlich ist es da: Das BMW M2 Coupé feierte auf der Automesse NAIAS in Detroit seine Live-Weltpremiere. Nicht nur der kalten Stadt in Michigan heizte der neue M ein – Fotos und Infos vor der ersten Ausfahrt!

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Ein echter M-usterknabe ist er – der erste BMW M2. Das kompakte Power-Coupé zeigt, was die Ingenieure bei der M GmbH zu leisten in der Lage sind. Denn optisch wie technisch ist der neuste M-Sproß ein echtes Highlight.

Auf der North American Auto Show, der NAIAS in Detroit, feierte der von Fans lang herbei ersehnte Sportler nun seine Premiere. Ich war vor Ort und habe neben Fotos auch ein paar Eindrücke mitgebracht.

Seit BMW mit dem 2er seine neuste Coupé-Version im Kompaktsegment vorstellte, warten Fans geduldig auf die M-Variante. Die Motorsport-Tochter von BMW hat sich reichlich Zeit gelassen. Doch das Ergebnis war das Warten wert!

Schau mir in die Augen - Front des BMW M2 Coupé auf der NAIAS Detroit 2016

Schau mir in die Augen – Front des BMW M2 Coupé auf der NAIAS Detroit 2016

Das BMW M2 Coupé ist ein echtes Sahnestück geworden.
Optisch duckt es sich nur minimale tiefer auf die Straße als die Serienversion des 2er Coupé, gerade einmal 8 Millimeter unterscheiden die beiden. Dafür ist der Neue in der Breite gewachsen. Mit mächtig dicken Backen vorn und hinten wartet der M2 dabei nicht allein aus optischen Gründen auf. Vielmehr hat es technische Gründe: Der Kompaktsportler steht auf den Achsen seiner großen Brüder BMW M3/M4. Dadurch wächst er ganze 80 Millimeter in die Breite, die mittlere Spur weitet sich um immerhin 58 Millimeter. Den breiteren Stand sieht man ihm durchaus auf den ersten Blick an. Und fühlen wird man sie auch – die breiteren Achsen und das geschärfte Fahrwerk sorgen für einen maßgeblichen Unterschied zur normalen Version des Coupés.

Unter dem Blechkleid haben die Ingenieure nicht nur Hand an das Fahrwerk angelegt. Für die Entwicklung der Kraft, welche schnurstracks an die Hinterräder geleitet wird, ist im M2 die neue Entwicklungsstufe des 3.0-Liter-Reihensechszylinders mit Bi-Turbo verantwortlich. Dabei verzichtet BMW auf einige Feinheiten des als S55 noch weiter entwickelten Aggregats – im M2 wird der Block N55B30 getauft und kommt parallel auch im BMW X4 M40i zum Einsatz.

M.zip

M.zip

Mit einem Netto-Gewicht von 1.570 Kilogramm ist der BMW M2 annähernd so schwer wie der leichtgewichtige BMW M4 – gerade einmal zwei Kilo ist der große Bruder schwerer. Doch den Vergleich zum M4 muss „der Kleine M“ nicht scheuen.
Die Leistungs- und Beschleunigungswerte sind nahezu identisch.
Der M2 ist im besten Fall in 4,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, der M4 in 4,1 Sekunden. Auch beim Drehmoment sind die beiden so weit nicht entfernt. Während der N55B30 im M2 465 Nm entwickelt (mit Overboost kurzzeitig bis 500 Nm) kommt der S55 im M4 auf 550 Nm.
Hier wie da ist bei den zwei Brüdern bei 250 km/h vorerst das Ende der Beschleunigung erreicht – hier greift dann die elektronische Reglung ein. Damit hält sich BMW an die Selbstverpflichtung der deutschen Hersteller, lässt seinen Kunden jedoch die Wahl. Denn wer mit dem 4,468 Meter langen Zwerg schneller die Straße (oder Rennstrecke) erobern mag kann das rund 4.000 Euro teure M Drivers Package ordern. Dann wird nach einem Fahrer-Training der Begrenzer abgeschaltet. Auf diese Weise rennt das 370 PS (272 kW) starke Coupé bis 270 km/h.

Davor konnte ich mir einen ersten Eindruck vom BMW M2 in Detroit auf der NAIAS machen. Dort feierte der BMW M2 seine Premiere und hat faktisch jeden Kollegen – egal ob Blogger, Fotograf oder Journalist – einfach verzaubert. Live sieht er schlichtweg gar noch umwerfender aus, als auf den Bildern.

Das Auge des Tigers - BMW M2 Detail von der Premiere auf der NAIAS

Das Auge des Tigers – BMW M2 Detail von der Premiere auf der NAIAS

BMW sieht den M2 in den USA als legitimen Erben des BMW 2002 turbo. Der hatte in den 1970er Jahren die Bayern in den USA erstmals als sportliche Marke auf das Radar der Fahrenthusiasten gebracht und findet noch heute zahllose Fans.
In der Ahnenreihe direkt vor dem M2 steht jedoch das brachiale BMW 1er M Coupé. Der kleine „Sportschuh“ hat nur vier Jahre nach Ende der Produktionszeit im Portfolio von BMW schon heute Kultstatus. Den vielleicht auch, weil vom Coupé einst nur 6.331 Exemplare vom Band liefen.

Die Stückzahlen beim Nachfolger nun sollen offiziell nicht begrenzt sein. Klar ist aber, dass zumindest die Produktion in Leipzig dem Modell eine gewisse Mengenbegrenzung geben. So läuft das Coupé zwar in der normalen Serienproduktion mit, muss für den Unterbau jedoch vom Band geholt und in guter alter Handwerkstradition manuell ausgerüstet werden.

Aus den zwei Umständen – Begehrlichkeit und Produktionsprozess – ergibt sich bereits vor Marktstart eine besondere Situation. Denn einige Tausend BMW-Fahrer und -Fans haben nicht bis zur Live-Premiere in Detroit gewartet. Sie haben den BMW M2 direkt nach der Online-Vorstellung Mitte Oktober 2015 geordert. Was dazu führt, dass die geplante Produktionscharge für 2016, glaubt man Darstellungen in diversen Foren, bereits ausverkauft ist, noch bevor das erste Modell auch nur beim Händler steht. Wer jetzt – vor dem Marktstart im April – seinen Kaufvertrag unterschreibt, muss wohl bereits bis Anfang 2017 warten.

Nicht ganz so lang auf ein Fahrerlebnis mit dem BMW M2 warten muss ich. Vor ziemlich genau zwei Jahren durfte ich bereits das bisherige Spitzenmodell – das BMW M235i Coupé im Test – durch die Wüstenlandschaft um Las Vegas bewegen. Und so freue ich mich, dass mir BMW bald auch die Chance gibt, den neuen Top-Sportler testen zu dürfen … mehr dazu dann hier im Blog. Oder ihr folgt mir schlichtweg auf Instagram oder Facebook, dann bleibt ihr auch auf dem Laufenden.