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Meine Top 3 Test-Fahrzeuge 2014

Welche 3 Autos mein Jahr perfekt gemacht haben, #Top3Testwagen

Autos bringen uns an Orte, zu Menschen. Deswegen mögen wir sie – sie bringen uns zu den Menschen oder Orten, die wir lieben. Aber manchmal, manchmal gibt es Autos bei denen uns das Ziel egal ist. Autos, aus denen wir nicht mehr aussteigen wollen. Drei stelle ich hier vor.

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Ich habe Europa mit dem Mazda3 erobert. Einen Tango mit dem BMW M6 Cabrio in Paris getanzt. Und mir die Nächte in Las Vegas mit dem BMW M235i um die Ohren geschlagen.
2014 war ein wunderbares Jahr für mich.

Doch all die Menschen, die ich kennenlernen durfte. All die Orte die ich sehen konnte. All das verschwimmt, wenn es um drei Autos geht, die ich in diesem Jahr fahren durfte.

Und diese Autos sind:
Anmerkung: Die deutschen Autoblogger küren ihre Testwagen 2014 – die Autos, die im auslaufenden Jahr am meisten Eindruck hinterlassen haben. Ganz subjektiv. Zwei Drittel der Fahrzeuge, die ich in diesem Jahr fahren durfte sind BMW Modelle gewesen.

Platz 3: BMW 4er Gran Coupé

BMW 4er Gran CoupéFür eingefahrene BMW Fans ist es nicht leicht die aktuelle Aufsplittung der BMW Modellreihen zu erleben. Der sportliche BMW 3er ist jetzt ein Vierer. Und dann steht da seit diesem Jahr plötzlich noch ein “Gran Coupé” neben der Limousine. Beide Fahrzeuge – die 3er Limousine und das 4er Gran Coupé – unterschieden sich für so manchen Passanten erst auf den zweiten Blick. Doch macht das 4-türige Gran Coupé die weit bessere Figur.
Es ist filigraner gezeichnet, optisch etwas breiter und tiefer. Gegen das Coupé wirkt der Dreier fast schon klobig. Insgesamt ist das BMW 4er Gran Coupé für mich die bessere Limousine: ausreichend Platz, eine feinere Silhouette und dann diese rahmenlosen Türen …
Ich mag es einfach. Wer braucht schon eine Limousine, in der hinten genügend Kopffreiheit für Menschen über 1,70 Meter ist? Die können den Kopf einziehen. Für die Kinder reicht es allemal – selbst über 1.100 Kilometer Land. Im Gegenzug ist der Kofferraum reichlich groß. Da passen Koffer für eine Gran Tour ins Gran Coupé!
Für mich das Auto des Jahres, wenn man Eleganz mit Alltagsnutzen und Sportlichkeit paaren will. Ein Sahnestück.

Platz 2: BMW M6 Cabrio

BMW M6 CabrioOkay, es gibt handlichere und sportlichere Autos mit dem blau-weißen Propeller. Den BMW M4 zum Beispiel, den ich 2014 auch bereits fahren durfte. Gegen den ist das BMW M6 Cabrio ein Dickschiff.
Und ja, es ist eine Erscheinung – ein Statement. Breiter als ein BMW 5er und im Innenraum trotzdem weniger Platz als in einem BMW 3er. “Richtig” gefahren ist es durstig wie ein Eisbär auf Urlaub in der Hölle. Und dann erst der Preis!
Wenn “Unvernunft” im Duden eine Bebilderung benötigen würde – ich schlage ein Bild des M6 Cabrios mit Competition Paket vor.
Warum also? Warum Platz 2 meiner Liste, wo ich sonst doch Fan von Familienautos mit Vernunftfaktor bin?
Weil dieses Auto einen alles vergessen lässt. Zeit. Raum. Mensch und Ort. Weil es ein Auto des puren Genusses ist, jenseits all der Vernunft die mit ihren Dreizylindern und Alltagstauglichkeiten unsere Welt erobern.
Weil es nur gerade so in meine Garage passt.
Engel die singen? Wenn der M TwinTurbo V8 dich nach dem Starten böse grummelnd begrüßt oder dich das maximale Drehmoment von 680 Nm unerbittlich bis 315 km/h in den Sitz presst, du den Rausch spürst … Wenn das Dach auf einer gemütlich durchs Land schlängelnden Landstraße irgendwo zwischen Paris und Köln über dir aufgeht und die Sonne dich in einem Wohnzimmer aus Leder und Carbon anlacht.
Dieses Auto ist irrational. Und genau deswegen liebe ich es.

Platz 1: BMW i8

BMW i8Einen Sportwagen ausgerechnet in Paris zu testen ist vielleicht nicht die ausgewogenste Testfahrt des Jahres gewesen. Und doch.
Dieses Auto ruft mit jedem Zentimeter seines Carbon-Körpers: “Willkommen in der Welt von morgen!”. Würden sie “Zurück in die Zukunft” heute drehen, ich bin mir sicher: statt eines DeLorean würde dieses Auto die Hauptrolle spielen.
Der BMW i8 ist einer der Gründe, weshalb Motor-Journalisten nicht ins Politik- oder Glamour-Ressort gegangen sind.
Nein, es steckt kein brummender V8 Motor in seinem Heck. Nein, er ist nicht der Porsche-Rivale auf den alle BMW Fans so dringend warten. Der i8 steht über diesen Dingen.
Wenn BMW ein Fahrzeug benötigt, um die neuen Werte der Münchner zu transportieren – hier ist es. Sportlichkeit und Effizienz auf eine Weise gepaart, die einfach ehrlich wirkt. Der will nicht auf die Rennstrecke, aber dich mit – man verzeihe das Markenwort – Freude durch die Landschaft fliegen lassen. Wie auch dem BMW M6 Cabrio geht es dem i8 in der Summe nicht um Geschwindigkeit. Der will einfach erlebt werden. Der Plug-in Hybrid-Antrieb macht einen hervorragenden Eindruck. Der Antriebsstrang aus Elektromotor und Drei-Zylinder-Benziner ist gut abgestimmt und macht dann, wenn man es will, durchaus überzeugend Rabatz.
Technisch ist der BMW i8 vielleicht kein Super-Sportler. Wenn es allerdings darum geht, seine Wirkung auf den Fahrer zu beschreiben, kommt er mit seiner fast sakralen Ausstrahlung genau in die Sphären dieser Autos ohne Mühe heran.
Vielleicht wird er nicht nur der Erste einer neuen Zeit, sondern bleibt gar der Einzige dieser. Wie der DeLorean einst. Ein Platz in den Geschichtsbüchern ist ihm allerdings schon heute sicher. Und den hat er sich verdient.

Was andere Autoblogger 2014 mochten …

10 plus 4 Autoblogger berichten im Rahmen der #Top3Testwagen über ihre Lieblingsautos des Jahres. Und das so subjektiv wie sonst vielleicht nicht. Allein deshalb schon ist die Rundreise im Folgenden angeraten – und auch, weil im Folgenden jeder Blogger nur mit einem seiner Top 3 Fahrzeuge erwähnt sei. Die anderen findet ihr nur mit einem Klick heraus!

Unter Mario von Bergs Favoriten ist, ebenso wie bei Tom Schwede, der Mazda6 gelandet. Den schicken Japaner hatte ich im letzten Jahr als eines meiner Top3 Fahrzeuge erwählt. Ein rundum gelungenes Auto – eine Aussage, die man übrigens auch auf seinen kleinen Bruder Mazda3 beziehen kann. Den habe ich im April auf mehr als 5.000 Kilometern quer durch Europa erleben dürfen.

Mit einem Modell – oder eher einem Geschwister-Paar – hat BMW in diesem Jahr überzeugen können: dem BMW M3 und BMW M4. Für Jens Stratmann ist der neue M3 gar “Liebe”, für Autophoriker [Fabian Meßner](Fabian Meßner) der M4 der beste Sportler des Jahres. In den Lobeschor stimmt auch Mikhail Bievetskiy ein – und auch ich. Dass es der BMW M4 dann doch nicht unter meine Top3 geschafft hat, hat einen Grund: er ist kompromissloser der BMW M4, ein purer, ehrgeiziger Sportler. Und ich kein Rennwagenfahrer …

Für Matthias Luft gehört und Thomas Majchrzak gehört der Skoda Octavia (mein Test) zu den Top-Autos des Jahres – einem Urteil, dem ich mich nach meinem Test des Octavias im letzten Jahr nur anschließen kann – ein rundum gelungener Familien-Mitstreiter.

Dahingegen die kleinen Vertreter der automobilen Welt haben es unter anderem Friedbert Weizenecker und Stefan Maaß angetan – sie zeigen sich unter anderem vom neue Renault Twingo überzeugt. Und Nicole Y. Männl behielt zum Beispiel den Polo GTI in Erinnerung. Ebenso wie ich haben sich dahingegen Des Sellmeijer und Larissa Rutkowski in den Ford Fiesta ST verliebt (mein Test). Der kleine Kraftzwerg hatte sich bei mir bereits im letzten Jahr in die Top3 Liste gefahren …

Bleiben nur noch die wirklichen Exoten, oder?
Und wenn man einen McLaren 650S Spider fahren kann … wie sollte man Jan Gleitsmann verübeln, dass ausgerechnet ein Brite seine Top-Liste anführt? Das ganze Gegenteil davon ist dann die Liste von Daniel Bönnighausen – er kürt drei elektrifizierte Fahrzeuge zu seinen persönlichen Top-Modellen. Unter anderem den weltweit als Taxi fahrenden Nissan e-NV200.

Und welches Auto soll es 2015 werden?

Ein Jahresende ist auch immer der Beginn eines neuen Jahres. Das Jahr 2015 bringt wie bereits das “gebrauchte” Jahr viele Neuheiten – und daneben auch wieder Europas größte Messe: die IAA.
Ich freue mich auf ein neues mobiles Jahr – und werde wieder etwas vernünftiger. Denn auf den letzten Metern gibt es in den kommenden Tagen den ausführlichen Test zum aktuellen Skoda Yeti und dem smart fortwo. Es bleibt also spannend – und das Buhlen um die Top 3 2015 beginnt … ;-)

Ich danke euch als Lesern für ein tolles Jahr ebenso, wie allen Herstellern und Partnern. Es war viel Arbeit und hat viel Freude bereitet. Auf in neue Abenteuer!