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BMW i3 live – erste Fahrt

10 Gründe für den BMW i3

Am Samstag endlich rollt der BMW i3 zu den ausgewählten BMW Partnern – bundesweit werden 46 BMW i Handelspartner bereit stehen. Zeit, sich damit zu beschäftigen, warum der BMW i3 ein wirklich gutes Auto ist. Im Artikel zeige ich 10 Gründe auf – und bekomme von anderen Bloggern Konter.

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In den zurückliegenden Wochen, seit seiner Premiere auf der IAA, wurde viel über den BMW i3 geschrieben. Über das Risiko, die Hoffnung, die Chance. Für BMW ist das rein elektrisch angetriebene Fahrzeug eben dies alles. Das kontrovers diskutierte Design des in der Vorproduktion als “Megacity Vehicle” bekannten BMW i3 ist nur einer von vielen Diskussionspunkten.

Zeit, einmal all die guten und schlechten Punkte auf den Tisch zu bringen. Leuchten wir einmal aus, wieso der BMW i3 ein so hervorragendes Auto ist. Aber auch, warum er dies vielleicht nicht ist.

10 Gründe für den BMW i3

01. Er ist revolutionär
Dass der BMW i3 revolutionär ist, erzählt uns jeder Text über das Fahrzeug – seit zwei Jahren. Und auch, wenn man das Argument bereits hundertmal gehört hat: es stimmt eben.
Noch nie gab es ein Serienfahrzeug, welches so konsequent darauf hin entwickelt wurde, neue Mobilitätsansprüche, Elektroantrieb und Nutzen zu kombinieren und die daraus resultierende “Andersartigkeit” als Chance, denn als Bürde, zu begreifen.
Noch nie gab es ein Fahrzeug, bei welchem in einem solchen Maß auf Carbon gesetzt wurde. Durch den Einsatz gewinnt BMW nicht nur einen Gewichtsvorteil bei den BMW i-Modellen, sondern auch einen Wissensvorsprung. Den wird man bald sicherlich auch als Fahrer eines konventionell angetriebenen BMW merken.

02. Er ist nachhaltig
Zwar setzt der BMW i3 mit dem Werkstoff Carbon durchaus auch auf den Faktor Erdöl – schließlich liegt dieses dem Werkstoff zugrunde -, doch BMW macht man sich bei BMW Gedanken um dessen Einsatz. Für die Fertigung setzt man ausschließlich auf Energie aus Wasserkraft, die Produktion des BMW i3 in Leipzig läuft mit Strom aus Windkraft, die Sitze stammen aus Recyclingmaterial, das genutzt Holz für das Interieur ist zertifiziert, die Materialien so weit wie es heutige Industrieprozeduren zulassen verwertbar oder umweltfreundlich.
Nachhaltigkeit ist für den BMW i3 nicht nur ein Label, sondern eine Verpflichtung – trotz oder wegen des Einsatzes von Carbon und Batterien.

03. Er hat Hinterradantrieb
Ein echter BMW hat Hinterradantrieb.
Auch wenn die Bayern die seit Jahrzehnten geltende Prämisse mit den kommenden Einstiegsmodellen aufweichen werden: für den BMW i3 gilt sie noch.
Der elektrische Stadtflitzer hat dank kompaktem Elektromotor Hinterradantrieb. Dass der Quer-Dynamik-tauglich ist, darf aufgrund der Bauweise & schmalen Reifen bezweifelt werden, das typische Gefühl einen Hinterradantrieb zu fahren ist jedoch gewährt.

04. Er ist dem BMW 120d ebenbürtig
Ginge es um die reine Leistung, müsste man den BMW i3 mit dem aktuellen BMW 118i Dreitürer vergleichen: 125 kW (170 PS) leisten die “Brüder im Geiste”, und der BMW i3 beschleunigt um 0,2 Sekunden schneller.
Doch realistischer ist der Vergleich zum BMW 120d. Die beiden Konzernbrüder weisen gleiche Beschleunigungswerte auf (7,2 Sekunden), der 120d ist 14 PS stärker. Bei den Kosten allerdings laufen beide fast identisch – und der BMW i3 dürfte über die Laufzeit günstiger ausfallen: 30.750 Euro kostet der 120d, 34.950 Euro der i3.
Übrigens: der BMW i3 dürfte der neue König des Ampelstarts sein. Dies bewies er erstmals vor ein paar Tagen im Anfahrtest gegen einen BMW M3

05. Er ist immer bei dir
Wie kein anderes Auto auf dem Markt ist der BMW i3 mit seinem Nutzer vernetzt. Über die zum Fahrzeug gehörende BMW i Remote App lässt sich nicht nur ständig der Fahrzeugstatus checken. Sie übernimmt auch Aufgaben, die man von einem Auto nicht erwarten würde. Neben einer Fußgängernavigation für den Weg vom Parkplatz zum endgültigen Zielpunkt bietet die App auch eine intermodale Routenführung. Diese bezieht Ladestationen für den BMW i3 bei der Navigation ebenso mit ein, wie Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs. Beim BMW i3 geht es vor allem um das Ankommen, nicht um das Auto per se – für ein Automobil ein großer Schritt des Denkumschwungs.

06. Er lässt sich streßfrei fahren
Der BMW i3 ist ein Auto, welches im normalen Alltag wohl nurmehr in wenigen Situationen wirklich gebremst werden muss. Man fährt ihn allein mit dem Gaspedal. Geht man vom Gas rekuperiert das Auto so stark, dass es wirklich binnen weniger Meter selbständig zum Stehen kommt. An die neue Fahrweise muss man sich gewöhnen, was jedoch recht flott geht – wie ich bei meiner Testfahrt (im BMW ActiveE) feststellen durfte.
Damit lässt sich der BMW i3 auch unheimlich streßfrei bewegen. Denn nicht nur das kuppeln fällt vollständig weg, sondern nahezu auch das bremsen. Man fließt viel angenehmer im Verkehr mit.

07. Er ist ausgereift
Die größte Sorge, die man bei Elektrofahrzeugen stetig hört, ist das Thema Zuverlässigkeit. Eine Frage, auf die BMW beim i3 eine Antwort hat: in Form von mehr als 22 Million Testkilometern.
So viel haben MINI E- und BMW AcitveE-Fahrzeuge seit 2009 (bzw. 2011 für den BMW) im Alltagstest bei BMW Kunden abgespult. Binnen der letzten vier Jahre testete BMW Antriebskonzept und Technologie des BMW i3 ausführlich in 612 MINI E und etwas mehr als 1.000 BMW ActiveE. Die Testflotten haben weltweit tausende Nutzer und Alltagsszenarien erlebt und gemeistert.
Die Technologie des BMW i3 ist ausgereift – und das wohl deutlicher, als für jedes konventionelle Verbrenner-Aggregat, wenn es auf den Markt kommt.

08. Er ist ein Kommunikator
Der Innenraum des BMW i3 bietet im Vergleich zu den normalen BMW Fahrzeugen einen freien, ebenen Innenraum. So fällt der Mitteltunnel vollständig weg und die sonst BMW-typische Zuneigung der Mittelkonsole ebenfalls. Durch die dünnen (aber bequemen) Sitze sowie die optische Leichtigkeit des Armaturenbrettes erreicht BMW einen sehr Lounge-artigen Innenraum.
Dadurch wirkt der BMW i3 im Innenraum sehr offen – trennt Fahrer und Mitfahrer nicht durch Tunnel oder zu stark geformte Sitze. Der BMW i3 ist ein Kommunikator, denn er suggeriert Entspannung und bietet einen Raum für Gespräche und auch einmal eine etwas größere Geste beim Erzählen. Weil nichts zwischen den (mit-)fahrenden Menschen steht.

09. Er braucht wenig Fürsorge
Maßstab bei der Entwicklung des BMW i3 war die aktuelle BMW 1er Serie. Mit ihr muss sich der neue Elektroflitzer von BMW in allem messen lassen: Anschaffungspreis, laufende Kosten, Leistung und auch beim Thema Steuern und Versicherungen sowie Reparaturkosten. Ziel von BMW war es, keine der Posten auf einem höheren Niveau als dem des BMW 1er zu haben.
Und das ist gelungen. Für die Versicherung wird man trotz Carbon-Karrosse beim BMW i3 nicht mehr zahlen müssen, Anschaffungspreis und Leistung sind vergleichbar mit dem BMW 1er (siehe oben). In einem Punkt hat der BMW i3 gar die Nase weit vorn: er ist nahezu wartungsfrei.
Weil kaum mechanische Teile in der Antriebskonstruktion stecken bedarf es keiner Ölwechsel oder ähnlichem. Auch sitzen weniger potentielle Problemteile im Auto: kein Getriebe, keine Steuerkette, …
Selbst die Bremsen des BMW i3 sind wartungsfreier. Denn dank der starken Rekuperation steht man seltener auf der Bremse.

10. Er ist ein echter BMW
Was macht BMW aus? Hinterradantrieb. Dynamik. Seit einigen Jahren Effizienz. Und Fahrfreude.
All das bietet der BMW i3 ohne Kompromisse. Das einzige Merkmal, auf welches der Fahrer des Neuen verzichten muss, ist der Reihensechszylinder. Dessen Zeiten aber sind so oder so angezählt. Und Jeder, der älter als 25 Jahre ist, weiß auch: BMW ist mehr als Reihensechszylinder.

10 Gründe … und was spricht gegen den BMW i3?

Wie bei jedem Auto gibt es auch beim BMW i3 unterschiedliche Sichtweisen. Und für so manchen Leser unter euch wird der Punkt Reichweite in der obigen Aufzählung sicherlich ein schmerzlich vermisster sein.
Nun ist der BMW i3 natürlich als urbanes Fahrzeug konzipiert, für ein städtisches Umfeld. Und in diesem ist meines Erachtens Reichweite vollkommen überbewertet – wer fährt in London, New York oder Tokio schon mehr als 160 Kilometer am Tag?

Aber das ist nur meine Sichtweise.
Es wäre vermessen, euch nur diese zu präsentieren. Deshalb habe ich mich mit einigen Blogger-Kollegen ausgetauscht.

Das Ergebnis:
Jens von rad-ab.com erzählt euch in einer Replik auf meine 10 Gründe einen BMW i3 zu kaufen, wieso ihr gerade davon Abstand nehmen solltet: Zehn Gründe gegen den BMW i3.

Jetzt reden wir natürlich die ganze Zeit über den BMW. Dessen Design jedoch ist umstritten. Es polarisiert. Wer die Technologie des Stromerns gut findet, sich mit dem Äußeren des BMW i3 nun aber überhaupt nicht anfreunden kann, der sollte bei Mikhail von newcarz vorbei schauen. Er zeigt euch zehn Alternativen zum BMW i3 – die natürlich nicht so revolutionär sind, oder?

Übrigens Revolution: Die müssen nicht immer von Erfolg gekrönt sein. So manche wird auch – mehr oder weniger blutig – niedergeschlagen. Vom Käufer zum Beispiel. Einfach, weil sie zu früh kommt. Oder die Losung die falsche ist. Tom von 1300ccm zeigt euch passend zum neusten Revolutionär einmal die zehn Autos, die die Welt verändern sollten und vor die Wand fuhren.

Dass der BMW i3 zumindest nicht die erste Revolution bei BMW ist, zeigt Benny von Bimmertoday. Er bereitet in einem ausführlichen Beitrag die zehn Autos, die BMW verändert haben auf – und man merkt schnell: mit Revolutionären kennt sich BMW durchaus aus.

Zum Schluss darf natürlich eines nicht fehlen: eine Bewertung, wo der BMW i3 nun denn eigentlich hin steuert. Der von Lesern der AutoBILD Classic schon jetzt zm “Klassiker der Zukunft” gewählte Elektro-BMW steht vor großen Herausforderungen. Und die beleuchtet euch Thomas von autogefuehl – mit seinen zehn Thesen zur Zukunft des BMW i3.

Ich bin unendlich gespannt, wie wir den BMW i3 in Zukunft erleben. Dieser Text hier wird nicht der letzte über ihn auf autokarma gewesen sein. Versprochen.
Aber jetzt lernt ihn erst einmal kenne. Ab dem 16.11. bei den BMW i Partnern ;-)

  • Grosserglaser

    Hallo, als seit 5 Monaten begeisterter Fahrer eines Renault ZOE, muss ich leider sagen dass ich nicht verstehe dass man glaubt dass es Zukunft hat, Akkus fest in E-Autos zu verbauen. Ich habe mich bewusst für das Konzept mit gemietetem Akku entschieden. Ich stelle mir nämlich immer vor wer wohl nach 2 oder 3 Jahren ein gebrauchtes E-Auto kauft und nicht weiss ob kurz danach plötzlich der Akku Kosten in 4-stelliger Höhe verursacht. Evtl. kenne ich ja die Vorbeugekonzepte der anderen Hersteller nicht, dies würde mich jedoch bisher von einem solchen Kauf abhalten, so auch vom BMW. Ansonsten finde ich ihn sehr gelungen. Das Vorurteil mit der Reichweite kenne ich. Wenn man aber mal bei den Skeptikern nachfragt ob sie sich auch immer eine Monatskarte für die Bahn vorsorglich kaufen falls mal das Auto mit Verbrennungsmotor streikt und man keine Zeit hat morgens noch ein Einzelticket zu lösen, verstehen sie ihren Denkfehler :-) VG Stefan