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Rolls-Royce demnächst mit V8-Nuklear Aggregaten serienmäßig

Bei der dpa gibt es jede Menge Autokenner. Und Wirtschaftsexperten.
Blöd nur, dass die nicht miteinander reden.
Denn so baut die BMW Group jetzt nicht mehr nur Autos, sondern bald auch Atom-U-Boote!

Bei der dpa gibt es jede Menge Autokenner. Und Wirtschaftsexperten.

Blöd nur, dass die nicht miteinander reden.

Und so ist sich die dpa heute nicht zu blöde, um aus einer Meldung des Rolls-Royce plc, einen Rüstungsauftrag der britischen Regierung über eine Milliarde Euro gewonnen zu haben, die Meldung zu machen – Sie ahnen es! -: “Der Autobauer Rolls-Royce hat einen Milliarden-Auftrag zum Bau der nächsten Generation britischer Atom-U-Boote an Land gezogen.

Hach. Wie blöd, dass die Rolls-Royce Motor Cars Ltd. so überhaupt nichts mehr mit der britischen Mutter – die Triebwerke, U-Boote und allerlei spaßiges Gerät baut – gemein hat. Keine Inhaber, keine Aufträge, keine Teile. Nur den Namen. Kann man dann schon mal verwechseln? Könnte man.  Richtig blöd wird es eben nur, wenn plc und Motor Cars Ltd. nicht erst seit gestern vollkommen getrennte Unternehmen sind. Sondern schon seit 1973.

Jetzt könnte man meinen, ok, passiert. Einem Redakteur. Und über Copy & Paste-Journalismus muss man sich nicht auslassen, weshalb der fehlerhafte dpa-Artikel in vielen Online-“Zeitungen” erscheint.
Die Blödheit von dpa topt Spiegel Online allerdings noch.
Dort versieht man den Artikel – in dem erstaunlicherweise nichts von “Autobauer” steht – noch mit einer Bilderstrecke, die neben einem Atom-U-Boot und dem britischen Verteidigungsminister Philip Hammond eben auch die aktuellen Modelle von Rolls Royce Motor Cars Ltd., Teil der BMW Group zeigt.



In München hatten einige heute wahrscheinlich Schnappatmung.
Hier auch. Leistungsschutzrecht my ass!

Update: Die dpa hat den Fehler direkt nach der Aussendung der Erstmeldung korrigiert (siehe Kommentar dpa unten). Spiegel Online hat die Fotostrecke bereinigt und einen entsprechenden Hinweis im Artikel ergänzt:
Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels war in der Fotostrecke auch vom Autobauer Rolls-Royce die Rede. Das ist falsch. Tatsächlich handelt es sich um den Technologiekonzern. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Bei vielen Redaktionen hat das Update des Textes jedoch noch nicht stattgefunden – entweder, weil die Geschichte gestern um 19:30 über den Ticker kam, oder weil es einfach ‘durch’ ist.

  • http://www.dpa.com Christoph Dernbach

    Nur z.K.:
    Die dpa hat den falschen Leadsatz am 18.6.2012 um 20.00 Uhr im dpa-Basisdienst berichtigt – 34 Minuten, nachdem die erste Version auf dem Sender war.

    Beste Grüße, Christoph Dernbach ,dpa

    Mo, 18.06.2012, 20:00 – wi bdt dpa
    erd481 3 wi 222 dpa-euro 1390 br 1357
    bdt0729 3 wi 222 dpa 1390 br 1357

    Stichwörter: Großbritannien, Verteidigung
    (Berichtigung: Technologiekonzern Lead)
    Rolls-Royce bekommt Milliarden-Auftrag für Atom-U-Boote

    London (dpa) – Der Technologiekonzern Rolls-Royce hat einen Milliarden-Auftrag zum Bau der nächsten Generation britischer Atom-U-Boote an Land gezogen. Der Vertrag mit dem britischen Verteidigungsministerium über ein Volumen von mehr als eine Milliarde Pfund (1,2 Mrd. Euro) wurde am Montag offiziell bekannt.

    Demnach soll eine Rolls-Royce-Fabrik im mittelenglischen Derby in den kommenden elf Jahren für 500 Millionen Pfund modernisiert – und so deren Lebensdauer um 40 Jahre verlängert werden. Die übrigen rund
    600 Millionen sollen in die Produktion von Reaktorherzen für die Antriebe der neuen Klasse von U-Booten fließen. Die können im Rahmen des Trident-Programms auch mit Atomraketen bestückt werden. Nach Regierungsangaben können dadurch 300 Jobs für Hochqualifizierte gesichert werden.

    Die konservativ-liberale Regierung hatte zuletzt drastische Kürzungen im Rüstungssektor vorgenommen. Sie hatte die endgültige Entscheidung über die Erneuerung der U-Boot-Flotte, die in etwa 15 Jahren außer Dienst gesetzt werden soll, eigentlich bis nach der nächsten Parlamentswahl 2016 verschoben. Die Auftragsvergabe wird als Zeichen gedeutet, dass die Tories mit den Plänen vorpreschen. Die Liberalen bevorzugen eine günstigere Alternative.

    # dpa-Notizblock

    ## Berichtigung
    – Im Leadsatz wurde korrigiert: Technologiekonzern (statt: Autobauer)

    ## Internet
    – [Mitteilung von Rolls-Royce](http://dpaq.de/1jfxy)

  • Thomas Gigold

    Danke.

    Der SPIEGEL hat die Bildstrecke zum Artikel mittlerweile – Stand 9:30 Uhr Folgetag – auch korrigiert; keine Autos mehr.

  • Froben Homburger

    Geht Bloggen eigentlich auch ohne Beleidigen?

  • Thomas Gigold

    Hallo Herr Homburger von der dpa,

    ja, tut es …

    Mit besten Grüßen
    Thomas Gigold

  • Thomas Gigold

    Man verzeihe mir übrigens, dass ich auf einem vermeidlich hohen Ross sitze, nur weil ich korinthenkacken mein Auto-Wissen zur Schau stelle.

    Vom Text selbst müssen sich die Kollegen der dpa übrigens nicht angegriffen fühlen, wer auch immer den Fehler begangen hat. Ich möchte niemanden persönlich beleidigen. Fehler passieren, und für manche muss man etwas Häme einstecken – nehme man es wie ein Mann. Nächstes mal bin ich dran mit einstecken – da bin ich mir sicher …