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Motory

Angeschaut: Motory – Soziales Netzwerk für Autofans

Motory will ein neues Social Network für Autonarren sein. Das deutsche StartUp ist seit einer Woche online – Zeit, einen ersten Blick darauf zu werfen. Ob es überzeugen kann, lest ihr im Artikel.

Motory ist soziales Netzwerk, Auto-Marktplatz und digitales Scheckheft in einem“, so steht es auf der Startseite eines neuen Netzwerkes für Autofans. Dahinter steckt ein noch recht junges StartUp um Henning Klawiter, welches in Hamburg daheim ist. Seit gerade einmal einer Woche ist die neue Plattform online – und nach den ersten Minuten ist die Neugier leider auch schon wieder weg. Denn noch kann Motory nicht viel bieten. Vor allem keine Menschen. Ich bin Mitglied Nummer 126, und dank eines dicken Anfängerfehlers in der Programmierung eines solchen Netzwerks kann ich mich anhand der einfach hochzählenden IDs leicht runter hangeln. Sowas darf heute eigentlich nicht mehr sein/passieren.

Aber zu den Funktionen: Bei Motory kann man sein Auto mit allen möglichen Details einstellen und pflegen, kann anderen Autos folgen, Fragen an Mitglieder stellen, sich mit Freunden verbinden und relativ offen alles sehen, was andere Mitglieder machen. Zwar gibt es ausführliche Verhaltensregeln, nirgends aber eine Einstellung für den in Deutschland zuweilen doch ach so wichtigen Datenschutz. Alles, was ich nenne ist also nahezu online für jedes andere menschliche und elektronische Lebewesen zu sehen.

Unabhängig von den angesprochenen zwei doch recht brisanten Dingen, stellt sich mir die zentrale Frage: Was soll ich mit Motory eigentlich?
Die gleichen Dinge wie dort kann ich auf dem riesigen Motor-Talk oder Autoplenum auch tun – nur, dass ich dort schon andere Menschen finde.
Klawiter und seinem Trupp muss also eher schnell als langsam ein wirklich einzigartiger Punkt einfallen, der mich ins Netzwerk zieht und dort behält. Aber vielleicht ist ja genau das bereits in Arbeit – aktuell zumindest werden noch fleißige Programmierer gesucht.

Insgesamt erinnert mich Motory ein wenig an autoki, das 2007 als Social Network für Autonarren durchstarten wollte. Neben Freunden und der Selbstdarstellung war ein Kern-Feature, das eigene Auto im Quartett-Stil gegen die Autos anderer Mitglieder antreten lassen zu können. Das hat Spaß gemacht, war am Ende aber eben doch nicht genug, um Leute lange bei Laune zu halten. Aus dem kurzen Boxenstopp 2008 ist dann mittlerweile der Weg zur Restverwertung geworden.

via Koeln-Format

UPDATE: Jetzt erst gesehen – Jens von rad-ab.com hat ein Interview mit dem Macher Henning Klawitter geführt. Sollte man lesen.

  • http://www.facebook.com/Klawiter Henning Klawiter

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für deinen Artikel zu Motory. Du liegst vollkommen richtig, dass mit 126 Nutzern die Plattform nur eingeschränkt sinnvoll ist, auch wenn sich die wenigen Nutzer bereits intensiv austauschen und Spaß haben. Wir sind ja auch erst vor einer guten Woche gestartet. Daher sind wir überzeugt, dass die Nutzeranzahl noch kräftig wachsen wird. Auch folgen noch weitere Funktionen, denn wie von dir geschrieben, befinden wir uns noch in der anfänglichen Beta-Phase. Aber auch jetzt bieten wir neben dem Spaß eines sozialen Netzwerks bereits ganz rationale und spannende Funktionen.

    So haben wir das Serviceheft ins Internet gebracht. Du kannst bei uns den Begriff “Scheckheftgepflegt” mit Leben füllen. Denn gerade beim Kauf eines Autos erfahre ich bisher auf den klassischen Verkaufsbörsen doch relativ wenig über den Zustand des Autos. Hier bieten wir bereits heute deutlich mehr. Und wenn ich mein Auto dann verkaufen möchte, muss ich auf Motory nur noch den Preis eingeben. Nach dem Verkauf übernimmt der neue Besitzer dann das Autoprofil, mit allen eingetragenen Servicedaten.

    Eine zweite Funktion ist das kontinuierlich Eintragen des km-Standes. Damit wollen wir damit einen Beitrag zur Sicherheit beim Autokauf leisten und den Besitzer beim späteren Verkaufen deines Autos unterstützen. Denn beim Gebrauchtwagenkauf besteht aktuell in einigen Fällen das Problem, dass der Besitzer direkt vor dem Verkauf den Kilometerstand am Fahrzeug zurückdreht, um einen höheren Verkauf zu erzielen. Das sorgt für Unsicherheit bei vielen Käufern von Gebrauchtwagen aus privater Hand. Diesen schwarzen Schafen wollen wir das Leben schwieriger machen. Oder besser, dem ehrlichem Autofahrer wollen wir eine Hilfe geben, indem er auf Motory den Kilometerstand kontinuierlich einträgt und beim Verkauf dem Interessenten als „Beweis“ zeigt. Das sorgt für Sicherheit beim potenziellen Käufer und unterstützt dich bei einem späteren Verkauf deines Autos. Das spontane Zurückdrehen des Tachos kurz vor dem Verkauf ist damit nicht möglich. Es muss schon kriminelle Energie über einen langen Zeitraum bestehen.

    Zum Thema Datenschutz sei noch erwähnt, dass jeder Nutzer bereits jetzt umfangreiche Privatsphäre-Einstellungen vornehmen kann. Die Sichtrechte können dabei beim Nutzer – und Autoprofil einzeln eingestellt werden. Ob Öffentlich, Mitglieder, Freunde oder Niemand, die Sichtrechte können für zahlreiche Bereiche ganz individuell eingestellt werden. Entsprechend sind auch nicht alle Nutzer über die ID aufrufbar (wenn eingestellt).

    Also, wir wollen noch besser werden. Die wenigsten Websites waren bereits zum Start perfekt ;-) Ich hoffe sehr, du bleibst uns treu, testest alle unsere Funktionen (z.B. auch den gerade vorgestern gelaunchten “Facebook-Haken”, mit dem du deine Motory-Beiträge auch automatisch auf deine Facebook-Seite postest).

    Besten Gruß
    Henning