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Überraschung: Tesla Model 3-Käufer erhalten keinen freien Zugang zum Supercharger-Netzwerk

Kehrtwende bei Tesla: Wer das kommende Model 3 kauft wird nicht vom kostenlosen Laden im Supercharger-Netzwerk profitieren. Für viele Model 3-Vorbesteller dürfte das eine dicke Überraschung sein.

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Einer der Vorteile, die viele Tesla-Besitzer immer wieder hervor heben, wenn es um ihr Auto geht, ist die kostenfreie Nutzung des Supercharger-Netzwerkes. Für Tesla Model 3-Vorbesteller kommt nun jedoch die Überraschung: Sie werden von diesem Vorteil nicht ohne Zusatzkosten profitieren können.
Wer sich für den „Volks-Tesla“ entscheidet, wird noch einmal Geld investieren müssen für den Zugang; denn Tesla macht sein Netzwerk von Ladern aufpreispflichtig.

Das hat Tesla-Chef Elon Musk bei der Aktionärsversammlung des Unternehmens am Dienstag Abend angekündigt.
„Kostenfreies Schnellladen verursacht grundsätzlich Kosten [für Tesla]. Die offensichtlichste Sache, die wir tun können ist, diese Kosten vom Preis des Modells 3 zu lösen“, so Musk. Und weiter: „Es wird recht günstig […] aber es wird nicht lebenslang kostenfrei, bevor man nicht das Paket gekauft hat.“

Bisher haben Besitzer der Modelle S und X freien Zugang zum Netzwerk von Schnellladern. Tesla Model 3-Käufer werden, interpretiert man die Worte Musks, wohl in die Aufpreis-Liste schauen müssen, wenn sie Zugang zum Supercharger-Netzwerk erhalten wollen. Wer das optional erhältliche Paket nicht kauft, kann die Supercharger nicht nutzen und ist auf die normale Elektro-Infrastruktur angewiesen.

Musk rät, an die Model 3-Vorbesteller gerichtet: „Das Beste ist, das Auto dort zu laden, wo man auch das eigene Smartphone lädt: Zuhause oder auf Arbeit.“

Tesla Model 3 - Premiere des Volks-Tesla

Die Stationen des Supercharger-Netzwerks sind so platziert, dass sie Stopps auf Langstreckenreisen minimieren. Sie befinden sich in der Regel an Autobahnraststätten. Die Tesla Supercharger liefern in etwa 30 Minuten bis zu 270 km Reichweite – laden damit aktuell rund doppelte so schnell wie die normalerweise öffentlich zugänglichen Chademo-Ladestationen von RWE und Co., die man sonst findet.

Die neue Politik zeigt: Auch Tesla muss langsam an wirtschaftlichen Stellschrauben drehen. Während man mit den Modellen S und X den Luxus-Markt bedient und auf Leuchtturm-Fahrzeuge setzt, müssen Kunden im Massenmarkt für Dienstleistungen zahlen. Und dies könnte nur der erste Schritt sein. Vorstellbar ist zum Beispiel auch, dass sich Tesla in den normalen Fahrzeugen Software-Updates künftig bezahlen lässt.

Für viele der 370.000 Tesla Model 3-Vorbesteller dürfte es trotzdem eine Überraschung sein. Was das Paket für die Nutzung kosten soll, ließ Musk offen.

Sieht so aus, als würde der neue Tesla für manchen etwas teurer als zunächst erwartet. Aus den 35.000 US-Dollar für das Basis-Modell, die auch deutsche Medien noch immer stetig nennen, dürften dank Supercharger-Option, Steuern, Zöllen und Charger-Installation Daheim schnell 45.000 bis 50.000 Euro werden.