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“Frauenauto”

20 Motor-Journalistinnen aus allen Herren Länder haben das “Frauenauto 2012” gewählt.
Ist das noch zeitgemäß? Und angesichts der Ergebnisse frage ich mich: Was waren die Kriterien?

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Ich habe gerade noch einmal im Kalender nachgeschaut. Sicherheitshalber.
Nur, um wirklich sicher sicher sicher zu sein. Dass wir im Jahr 2012 leben.
Aber doch. Tun wir.

Wieso ich extra noch einmal geschaut habe?
Weil ich nicht weiß, was ich von der Wahl zum “Frauenauto des Jahres” halten soll.
Das hat für mich so was unheimlich altbackenes.

Nicht?

Geworden ist es der Range Rover Evoque.
Und mir wäre beim sehen der Pressemitteilung fast ein “Das hat er nicht verdient!” aus meinem Mund gerutscht. Fast. Und vielleicht ist das einfach unheimlich macho-ös … Aber sein wir doch mal ehrlich: Wieso kürt man sowas. Wer? Und wieso der Evoque?

Nein, ich führe mich jetzt nicht so auf, weil mir der Evoque wirklich gefällt und ich womöglich einfach nur gekränkt bin. Ich frage mich wirklich.

Haben Frauen andere Ansprüche an Autos? Wenn ja, frage ich mich, was der Land Rover so anders – für Frauen besser – macht, als seine Wettbewerber.

Aber vielleicht bewege ich mich einfach nur zu massiv im Klischee.
Dafür möchte ich mich entschuldigen. Auch wenn ich – ganz Mann – eigentlich nicht so Recht weiß, wofür nun eigentlich.

Gewählt wurde das “Women’s World Car of the Year” übrigens von einer Jury, bestehend aus 20 Motor-Journalistinnen aus zwölf Ländern. Und zwar in den Segmenten Familienauto, Luxuslimousine, Sportwagen und Econonomy Car.

Gesamtsieger wurde der Range Rover Evoque, der sich auch in der Einzelkategorie “Luxuslimousine” durchsetzen konnte. Limousine … Mmh. Gut.
Den BMW 3er wählte frau auf Platz 1 der Familienautos.
Moment. Echt? Man kann mir jetzt nicht unterstellen, BMW nicht zu mögen. Im Gegenteil. Aber die 3er Limousine?
Call me Blödmann, aber für mich als Vater von drei Kindern und Hundehalter gibt es praktischeres. Nein, nein – wir sind auch schon zu fünft mit einem 3er Touring für 14 Tage nach Schweden. Kein Problem. Als Touring. Aber die Limousine? Noch merkwürdiger wird es, wenn man den Audi Q3 dann auf Platz 2 der Familienfahrzeuge wählt. Jetzt hätte ich dann doch gern mal die Kriterien gewusst …
Economy-Auto wurde der Honda Civic, der Lieblings-Sportler der Damen war der Porsche 911. Beides dann wieder so “zu erwartende” Gewinner, dass mich Evoque und BMW 3er um so mehr verwirrt zurück lassen.

Geht es bei dem Award vielleicht nur darum, zu zeigen: Auch Frauen können über Autos abstimmen?
Ich sehe zumindest keine Begründungen oder Gründe, wieso diese Autos nun Frau überzeugen (oder eben nicht)!?
Da lese ich lieber von der Freundin getestet auf Rad-Ab.com oder die Auto-Diva Nicole … das hinterlässt bei mir zumindest keine Fragezeichen, sondern jede Menge Ausrufezeichen und macht mir klarer, wieso ein Auto aus Frauensicht gut oder schlecht ist.