autokarma - Das Autoblog für Männer mit Kind und Familie

Willkommen bei autokarma. Hier geht es um Autos, Elektromobilität und mehr. Dieser Beitrag hat Ford und Mustang zum Thema.

Ford Mustang 1000.

Ich bin ein Mustang-Fan. Irgendwann Mitte der 90er verliebte ich mich als Teen in die Mustang der End-60er und Früh-70er. Die Inkarnation des Pony Car. Als Ford dann zur New York International Auto Show 2004 mit dem neuen Retro-Mustang um die Kurve kam, hätte ich am liebsten gleich ein Bündel Scheine in die Hand genommen […]

Für diesen Artikel benötigst Du ca. 02:23 Minuten Lesezeit.

Ich bin ein Mustang-Fan. Irgendwann Mitte der 90er verliebte ich mich als Teen in die Mustang der End-60er und Früh-70er. Die Inkarnation des Pony Car. Als Ford dann zur New York International Auto Show 2004 mit dem neuen Retro-Mustang um die Kurve kam, hätte ich am liebsten gleich ein Bündel Scheine in die Hand genommen und wäre zum Ford-Händler gerannt .. Leider habe ich kein Bündel. Aber ich schwor mir: Irgendwann gehört mir so einer. Mit der zweiten Generation des Neuen gelang es Ford gar den Mustang noch ein wenig hübscher zu machen: Er gewann an Grazie und gleichzeitig ebenso an Sportlichkeit.

Carroll Shelby hat aus dem Mustang als Pony schon seit Mustang-gedenken immer ein Rennpferd gemacht. Mit dem Ur-Mustang ebenso wie mit dem letzten Modell. Sein GT 500 und GT 500 King Road waren wunderbare Autos. Und wenn ein Auto perfekt ist, fällt es schwer, die nächste Stufe zu zünden. Ging mir schon beim BMW 3er so – der ist als bisheriger E90 sowohl optisch als auch technisch rundum gelungen, der F30 musste sich da im Test erstmal einen Platz erkämpfen.
Und so muss der Mustang eben – wenn schon straßentechnisch kaum zu toppen – auf dem Papier zulegen. Aus dem GT 500 wird der GT 500 x 2.

Hubraum ist durch eigentlich nichts zu ersetzen. Das Problem ist, dass US-Sportler nun eigentlich schon genügend Hubraum haben. Bleiben also nur Pferdestärken. Und von denen, muss man sich im Ford’s Special Vehicle Team (SVT) gedacht haben, kann man nie genug haben. Und so ruft der neuste Shelby eben nicht die aus dem letzten GT500 bekannten 650 PS auf, sondern einfach mal 1.000 PS. Glatte Zahlen lesen sich auch viel besser.

Das schnellste schicke Auto mit Straßenzulassung wollten sie bei Ford bauen. Und Shelby wollte seinen Namen dafür geben. Dürfte ihnen gelungen sein. Aus dem 5.4-Liter V8 des letzjährigen GT500 quetschen sie jetzt also 1.000 PS. Ein kompletter Umbau, inkl. neuer Kurbelwelle, Zylinderköpfe und Kolben sowie einem neuen Turbo liegen hinter dem Motor, wenn er in den Shelby 1000 eingesetzt wird.
Optisch muss das natürlich auch kommuniziert werden. Neben einer agressiveren Front gibt es 20 Zoll Felgen und das Shelby Cobra-Badge. Um die Kraft zu zügeln wurde auch bei den Bremsen Hand angelegt.

Es wird zwei Versionen des Ford Mustang Shelby 1000 geben. Eine für die Straße. Eine für die Rennstrecke. Die Straßenversion darf sich dabei nicht komplett austoben. Um die Emissionsvorgaben aller US-Bundesstaaten einhalten zu können, musste man sie auf 960 PS begrenzen. Der Engländer würde sagen: “What a pity”, und es mit einem satirischen Lächeln nehmen.
Und ich bin mir nach all den Worten noch immer unsicher, ob man solche gedopten Monster-Wildpferde wirklich wirklich haben will. Oder muss.
Schick sieht er natürlich trotzdem aus. ;-)