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Porsche unter Strom: Tesla-Wettbewerber soll aus Zuffenhausen kommen

Mehr Sport Activity Vehicle als Sportwagen baut Porsche schon heute. Und bald soll noch einer kommen – ein rein elektrischer …

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Tesla hat ein außergewöhnliches Auto gebaut. Sie verfolgen einen sehr pragmatischen Ansatz und setzen den Standard, den es nun für uns zu erreichen gilt”, sagt Porsche-Chef Matthias Müller auf der jüngsten Bilanz-Konferenz der Zuffenhausener. Die Anerkennung für den Kleinserien-Wettbewerber kommt nicht ohne Grund. Denn im gleichen Atemzug kündigt Müller eine siebte Porsche-Baureihe an: „Es wird das sportlichste Elektrofahrzeug sein, das es je gab.

Wann genau der neue Porsche auf den Markt kommen soll, lässt Müller allerdings noch offen. Doch blickt man sich im VW Konzern einmal um und zählt 1 und 1 zusammen, kann man nur zu einem Urteil kommen: Da kommt ein weiteres Porsche-SUV auf uns zu, ein elektrisches.

Erst vor wenigen Tagen hatte Audi auf der eigenen Bilanz-Konferenz einen reinen Elektro-SUV angekündigt. Und schon heute teilen sich schließlich der Macan von Porsche und der Q5 von Audi die gleiche Plattform. Weshalb also sollte Audi diesmal nur für sich entwickeln?

Audi kündigte sein „eSUV“ für 2018 an, und bei Porsche verkaufen sich die Großstadt-Cowboy-Autos wie geschnitten Brot. Porsche ist mittlerweile eher ein Semi-Geländewagen-Bauer. Von 190.000 verkaufen Fahrzeugen im letzten Jahr sind immerhin 45.000 der neue Macan und 66.000 der Cayenne – macht 111.000 Fahrzeuge im Bereich SUV. In diesem Jahr soll die Zahl der ausgelieferten Macan auf 72.000 Fahrzeuge steigen.

Und wenn die SUV-Sparte weiterhin so stark bleibt, sollte es nicht überraschen, wenn wir 2019 einen elektrifizierten SUV-Porsche sehen.
Zudem würde das sehr spezielle Angebot – Audi will den neuen Elektro-Lifestyle-Laster auf Basis des Audi Q7-Baukastens, also dem größtmöglichen SUV, bauen – zu den weiteren Aussagen des Porsche-Chefs passen. Müller findet: „Die Zeit ist noch nicht reif, dass sich dieser Antrieb voll durchsetzt“ und bezieht sich dabei auf den Elektroantrieb.

Also bauen und nicht überzeugt sein?
Klingt sehr danach, dass die Zeit doch reif ist – schließlich sieht man sich dann ja etwas im Zugzwang.

Audi will, dass sein eSUV mindestens 500 Kilometer schafft. Damit würde man sich direkt gegen Tesla positionieren. Die US-Amerikaner ernten für ihre Fahrzeuge vor allem aufgrund der großen Reichweite viel Aufmerksamkeit. Und ein mächtiges SUV wird sich bei dem durch die Batterien anfallenden hohen Gewicht wohl am wenigsten „verheben“ – zudem dürfte man das Gewicht hier am Besten kompensieren dürfen.
Tesla will sein siebensitzes SUV Model X erstmals Anfang 2016 ausliefern. Und einen Angreifer im Super-Segment der Premiumanbieter will man sich im VW-Hauptquartier offenkundig nicht gefallen lassen.

Gerade gestern hat übrigens BMW seinen X5 Plug-in Hybrid vorgestellt. Der BMW X5 xDrive40e bietet aktuell 31 Kilometer mit rein-elektrischem Vortrieb. Ob die Münchner auch an einem Elektro-SUV arbeiten? Ansehen wird man sich den Tesla sicherlich aber genau. Denn auch BMW wächst in den letzten Jahren vornehmlich, weil man mit den X-Modellen enormen Erfolg hat.