autokarma - Das Weblog um Auto und Reisen; für Männer mit Kind und Familie

Willkommen bei autokarma. Hier geht es um Autos, Elektromobilität und mehr. Viel Spaß beim Lesen, empfiehl mich weiter!

feuerwehr

Dicke Brummer und ein Outing

Die Vorbereitungen zur IAA laufen auf Hochtouren. 57 Tage noch, bis die größte Automesse Europas ihre Tore öffnet. “Mmh?”, werden die meisten Autofans jetzt fragen, “IAA? Dieses Jahr?” Und natürlich haben sie Recht – die IAA in Frankfurt findet nur aller zwei Jahre statt – in den ungeraden Jahren. Die geraden Jahre allerdings sind den […]

Für diesen Artikel benötigst Du ca. 02:35 Minuten Lesezeit.

Die Vorbereitungen zur IAA laufen auf Hochtouren. 57 Tage noch, bis die größte Automesse Europas ihre Tore öffnet.
“Mmh?”, werden die meisten Autofans jetzt fragen, “IAA? Dieses Jahr?” Und natürlich haben sie Recht – die IAA in Frankfurt findet nur aller zwei Jahre statt – in den ungeraden Jahren. Die geraden Jahre allerdings sind den großen Autos vorbehalten. Jenen, die vielleicht weniger Spaß bereiten, unser aller Leben aber wesentlich mehr beeinflussen als ihre kleinen Brüder und Schwestern: LKW und Busse.

“Lastkraftwagen”. Das klingt schon. In den Ohren der meisten Verkehrsteilnehmer klingt “LKW” ganz genau so wie “Rücksichtslos”, “Verkehrsbehinderung” und “Auf-die-Nerven-Fahrer”.

Dabei sind es meist nicht die Brummis und Busse, die falsch unterwegs sind – sondern wir.

Nun bin ich als Sohn eines Speditionsunternehmers natürlich geprägt. Zum einen, weil ich die Sorgen und Nöte von mittelständischen Fuhrunternehmern und deren Fahrern kenne. Und weil ich zuweilen ebenso zu eben jenen LKW-Fahrern gehörte.
Zum anderen aber bin ich Realist. Die weite Freiheit und kindlich naive Vorstellung, die ich als Junge und Teenager vom LKW-Fahren hatte, wich irgendwann der ernüchternden Erkenntnis, dass es kaum etwas langweiligeres gibt, als hunderte und tausende Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h abzuspulen.

Trotzdem – oder vielleicht auch deswegen – gebührt den Fahrern von LKW und Bussen mein Respekt. Ich versuche so zu fahren, dass ich sie nicht störe oder sie einem unnötigen Risiko aussetze. Dazu gehört, dass man darauf achtet, wie man auf die Autobahn auffährt. Dazu gehört, dass man für sie mitdenkt und sich in Baustellen oder Städten nicht in ihrem toten Winkel bewegt – der mitunter riesig ist. Und dazu gehört, dass man sich bedankt, wenn sie einem im Verkehrsfluss helfen – kurzer Blinker recht, kurzer Blinker links.

Doch, auch, wenn irgendwann die Erkenntnis in mir reifte, dass “dieses LKW fahren” nichts für mich ist … den Reiz am Fahrzeug haben die großen Brummer, die früher immer auf dem Hof des elterlichen Geländes standen, nie verloren. Und ich möchte leugnen, dass es etwas damit zu tun hat, dass ich meinen ersten Zungenkuss im Führerhaus eines 1635er Mercedes Benz bekam – das, meine Herren (und Damen), ist eine vollkommen andere Geschichte.

Für mich symbolisiert ein LKW und sein Reiz – heute – vor allem zweierlei: Den technischen Fortschritt – die Hybridisierung, Fahr-Assistenz-Systeme, die Effizienz der Maschine. Und die Frage, wie sich dieser Fortschritt bewegt. Denn ganz so rasant geht er nicht von statten, wie die Entwicklung im PKW Bereich. Das hat Gründe – die auch mit Geld und Geldverdienen zu tun haben.
Und zum anderen ist es der Arbeitsplatz und die Menschen dort. Wie arbeitet es sich hinter dem Lenkrad, was macht ein gutes Cockpit aus, was ist Ergonomie hier?

Im September findet die IAA Nutzfahrzeuge 2012 statt.
Und ich werde vor Ort sein. Für wenn, und was ich dort tun werde, verrate ich bald.
Bis dahin überlege ich mir noch ein paar Fragen, die ich stellen will. Zum Beispiel, wieso in LKW nicht einfach PKW Cockpits verbaut werden …