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BMW i8 Spyder Concept kommt als BMW i8 Roadster im Jahr 2018

BMW baut Reihe aus: BMW i8 Roadster und Oberklasse-Modell BMW iNEXT kommen

BMW bestätigt einen offenen BMW i8 Roadster, der 2018 kommen soll. Viel spannender ist jedoch, was man in München mit dem BMW i NEXT vor hat – ein hoch digitalisiertes Oberklasse-Modell.

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Aus dem BMW i8 Spyder Concept von 2012 wird endlich Realität. Das hat BMW Vorstand Harald Krüger auf der BMW Bilanzkonferenz offiziell bestätigt.
Der offene BMW i8 Roadster soll 2018 kommen und wird wohl – wie der geschlossene Bruder auch – in Leipzig produziert. Ob es außer dem klappbaren Dach gravierende Unterschiede zum aktuellen BMW i8 geben wird? Bis die Frage beantwortet werden kann, müssen wir uns wohl noch etwas gedulden.

Viel spannender jedoch sind die Nachrichten, die der BMW Vorstand über die Zukunft der Marke BMW i verlauten ließ.

Denn BMW plant ein vollkommen neues BMW i Modell – ohne Zahl.

Der BMW i NEXT (oder BMW iNext, wie BMW es schreibt) soll das neue BMW Flaggschiff werden: “Der BMW iNEXT wird das sein, was unser BMW 7er heute ist“, sagt Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Er deutet damit an, wo die Reise hingehen wird.
Demnach wird das Fahrzeug, welches Anfang des nächsten Jahrzehnts in Serie gehen soll, ein hoch innovatives Oberklasse-Modell. Eine technologische Speerspitze für die ganze BMW Group. “Damit heben wir BMW i auf die nächste Stufe“, gibt der Vorstandsvorsitzende Harald Krüger das Ziel aus.

BMW i - Strategie bis 2020

Mit dem BMW iNEXT wolle man gleich mehrere Themen besetzen.

So soll sich das Fahrzeug durch Möglichkeiten des autonomen Fahrens und die digitale Vernetzung vor allem im Bereich der intelligenten Assistenz-Systeme auszeichnen. Zudem wolle man ein “zukunftsweisendes Interieur” schaffen. Und der Antrieb all dessen wird “die nächste Generation der Elektromobilität”.

Ob es sich beim BMW iNEXT um eine Limousine oder ein SUV handeln wird, ließ BMW heute noch offen. Ganz klar aber beantwortete man die Frage, weshalb man das Auto bauen wolle: Der BMW iNEXT ist die Antwort vor allem auf neue Wettbewerber. Auch, wenn man es in München nicht ausspricht, vermuten dürfen wir, dass damit klar Tesla und vielleicht sogar das Vaporware-Auto von Apple gemeint sind.

BMW i NEXT - Strategie

BMW will mit dem BMW iNEXT die “individuelle Premium-Mobilität auf ein bisher unbekanntes Niveau” heben – heisst es in der Rede von Entwicklungsvorstand Fröhlich. Das sind markige Worte. An welche Lösungen man hier aber denken dürfe, können wir heute bereits an den letzten beiden Concept Fahrzeugen von BMW ablesen.

Mit dem BMW i Vision Future Interaction (im Video) und dem BMW VISION NEXT 100 haben Designer und Informatiker bei BMW vorgelegt.

Der BMW iNEXT wird ein Fahrzeug sein, welches massiv auf einen neuen Service zugreift, den BMW noch dieses Jahr vorstellt: BMW Connected. Der neue Dienst wird ein Begleiter für BMW Fahrer, der über das Auto hinaus reicht. Ein digitaler Assistent, welcher Daten zentral sammelt und den BMW Fahrer so unterstützt – im Alltag wie im Auto.
Künftig haben unsere Kunden alle wichtigen Informationen zu ihrer Mobilität verfügbar – zu Hause, im Auto, zu Fuß oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, immer aktuell auf allen Endgeräten. Über die integrierte Mobility Cloud lernen wir ihre Wünsche noch besser kennen und können unsere Mobilitätsservices individuell anpassen“, erklärt Fröhlich.
Wer angesichts der derzeitigen Datensammel-“Wut” von BMW schon Bauchschmerzen hat, der wird mit dem neuen Service natürlich nicht glücklich.

BMW drängt mit dem vorgestellten Konzept massiv in ein Feld, dass bisher vor allem durch Silicon Valley-Unternehmen wie Google oder Apple besetzt wurde. Gerade diese Unternehmen drängen seit geraumer Zeit aber auch in die Automobilbranche. So schraubt Google an seiner Flotte an autonomen Autos und Apple angeblich an einem “iCar”. Dass die Digital-Unternehmen selbst irgendwann unter die Autobauer gehen werden bezweifle ich noch immer – ihnen geht es um die Daten der Fahrer -, Tesla aber könnte in diesem Bereich ebenso disruptiv ansetzen. Dieser Entwicklung stellt sich BMW nun entgegen und pirscht sich selbst an die Daten der eigenen Kunden heran.

BMW schließt nicht aus, dass man in Zukunft digitale Produkte auch getrennt in der Bilanz ausweist. Damit betonen die Münchener, was auch Audi bereits vor einigen Tagen auf seiner Bilanz-Pressekonferenz ausrief: Mobilität ist künftig viel mehr ein digitales Geschäft. Zumindest die Premiumhersteller sind entsprechend auf einem Weg – “vom mechanical engineering zum Tech-Unternehmen“, wie es BMW Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer es formuliert.
Die Schwerpunkte der neuen digitalen Bemühungen definiert BMW in den Bereichen hochpräzise digitale Karten (mit HERE), Sensorik, Cloud-Technologie und künstliche Intelligenz.

BMW VISION NEXT 100 - Concept Car als Vorlage für den BMW i Next?