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Abschied vom BMW Z4. Es war schön mit dir!

Der BMW Z4 sagt leise Adieu. Der offene Roadster verschwindet langsam nicht nur von der Website des Münchner Autobauers, sondern auch aus den Showrooms der Händler.

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Der BMW Z4 ist ein Exot – war er stets, wird er bleiben.
Der offene Roadster von BMW fiel ein wenig aus dem Rahmen des aktuellen Angebots unter all den SUV, Coupés und Limousinen. Seit 2009 läuft die aktuelle Generation vom Band – in all den Jahren nahezu unverändert. Im März 2013 bekam sie einen neuen Basis-Motor und leicht veränderte Leuchten vorn und hinten. Das war’s.

Dem Fahrspaß war der Z4 nie abgeneigt.
Im Gegenteil. Tief und flach war er, dank langer Haube sitzt man gefühlt näher an den angetriebenen Hinterrädern als bei irgend einem anderen BMW. Wenig Schnickschnack, wenige Assistenz-Systeme, wenig Komfort., schrieb ich im Fahrbericht zum BMW Z4 sDrive35is anlässlich des Facelifts vor drei Jahren. Dafür gab es aber eben: pure Fahrfreude.

Das einzige Manko des Z4 war sein Klappdach.
Hier hätte sich die Mehrheit der Käufer statt des übergewichtigen Stahls wohl doch eher nur Stoff gewünscht.


BMW Z4 sDrive35si 2013

Aber was soll das Meckern. Über Verstorbene soll man nur Gutes reden.
Und das sollte man jetzt auch beim BMW Z4 berücksichtigen. Denn der Roadster ist an seinem Lebensende angekommen.

Seit dem 8. Juli ist er auf der deutschen BMW-Website nicht mehr konfigurierbar – und beim Händler auch nicht mehr „ab Werk“ bestellbar. Adieu, du Fahrspaßmaschine.

Der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern, wird jedoch noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Gemeinsam mit Toyota entwickelt BMW den Neuen. Der vermutlich als Z5 zu den Händlern kommende Roadster begegnet den Erlkönig-Jägern seit Anfang des Jahres immer wieder bei Testfahrten.
Noch ist wenig über den Japan-Deutschen bekannt, außer: Die Entwicklung leitet BMW, als Coupé könnte er auf Seiten von Toyota die Nachfolge des minder erfolgreichen GT86 antreten und „Supra“ heißen. Technisch verfügt er über Hinterrad-Antrieb und BMW Motoren. Und: Als BMW wird er ein Stoffdach bekommen.
Einziges Problem: Der BMW Z4-Nachfolger wird wohl nicht vor 2018 zu haben sein.
Das bedeutet für Fans traditioneller Roadster aus München eine gewisse Durststrecke.

In den Verkaufszahlen indes dürfte BMW den Z4 nur marginal vermissen. Gerade 1.475 mal entschieden sich BMW Käufer in Deutschland für den Z4 im Jahr 2015. Bei insgesamt 248.565 verkauften Fahrzeugen in 2015. Schlechter, wenn man es so definieren will, verkaufte sich nur der BMW i8 – mit 393 Fahrzeugen.

Bis Ende des Jahres dürfte BMW die letzten Modelle der Produktion verkauft haben; wer also einen „neuen BMW Z4“ sein eigen nennen will, sollte sich ran halten. Selbst konfigurieren ist indes nicht mehr möglich.