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“Und was kann ihr Auto?” – Die neue Markenkampagne von Opel.

Vergleichen Sie mal! Das ist die zentrale Aufforderung der neuen OPEL Markenkampagne. Sie stellt die Features der verschiedenen Opel-Fahrzeuge mehr in den Vordergrund als Design oder Emotion. Innovation ist, was zählt. Zumindest in Rüsselsheim, soll hier transportiert werden. Nun könnte man den Opelanern unterstellen, dass es langsam langweilt. Oder nervt. Gefühlt kippt man aller sechs […]

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Vergleichen Sie mal!
Das ist die zentrale Aufforderung der neuen OPEL Markenkampagne. Sie stellt die Features der verschiedenen Opel-Fahrzeuge mehr in den Vordergrund als Design oder Emotion. Innovation ist, was zählt. Zumindest in Rüsselsheim, soll hier transportiert werden.

Nun könnte man den Opelanern unterstellen, dass es langsam langweilt. Oder nervt. Gefühlt kippt man aller sechs Monate das Markenimage und versucht es mit einem neuen Anlauf. Gerade war es noch Daddy Cool, schon ist es Daddy Gerader Rücken.
War zumindest meine erste Intention, als ich hörte, dass man jetzt wieder mal einen neuen Anlauf versucht.
Dabei hat es Opel aktuell nicht wirklich leicht. Denn neben dem aktuellen General Motors-Druck, der negativen Presse und dem Unmut der Mitarbeiter kommt im Moment auch noch die Absatzschwäche hinzu, die den europäischen Autobauern das Leben schwer macht – nicht nur Opel, auch Ford Europa oder ganz massiv Peugeot und Fiat. Inbesondere Opel scheint die globale Aufstellung zu schaffen zu machen, denn während die international aufgestellten, deutschen Premiumhersteller Absatzrekorde feiern, weil China und die USA das Geschäft stützen, taumeln die nicht ganz so weltmännisch aufgestellten Unternehmen. Bei Opel drückt das General Motors etwas im Schuh, und da ist es eben auch nicht so einfach mal die Ruhe zu haben einen Ansatz länger zu verfolgen. Ganz oben am Ruder möchte man in Rüsselsheim im Moment fast nicht sitzen – kann eigentlich nur schief gehen.

Doch zurück zur neuen Markenkampagne.
Die ist – gemessen am ersten Spot – durchaus glaubhafter und besser, als alle bisherigen Versuche die eigenen Produkte zu zeigen. “Daddy Cool” für den Zafira als Werbung zu initieren hat mich nie angesprochen. Im Gegenteil. Dabei wäre ich mit drei Kindern, Hund und Haus die absolute Zielgruppe. Blöd ist eben nur, dass ich den Zafira und seine Stammesvertreter nun weder sexy noch cool finde. Vielleicht schlage ich da aber auch nur aus der Art – vielleicht tun das ja andere Familienväter. Irgendjemand muss ja all die Zafiras, Sharans und Galaxy dieser Welt kaufen …

Die neue Kampagne könnte durchaus was werden. Zumindest macht es den Eindruck, als würde man sich bei Agentur und Autobauer mal wieder erinnern, wieso Menschen bestimmte Autos kaufen. Und daran, dass auf der anderen Seite viele Menschen einfach nichts mehr mit Begrifflichkeiten anfangen können, die sich hinter all zu englischen Namen verstecken.

Jetzt also fordert man auf, mal zu vergleichen.
Was kann mein Auto? Und zeigt auf der zugehörigen Website, dass sich heutige Opel-Modelle zumindest auf dem Papier nicht verstecken müssen gegenüber anderen gleich- oder höher-rangigen Modellen.
Das macht die Autos von Opel nicht hübscher, oder schöner. Das begründet auch nicht unbedingt neues Vertrauen in die Marke – etwas, das unheimlich wichtig ist in Anbetracht der aktuellen Probleme mit GM -, aber es hilft dabei, aufzuzeigen, dass Opel nicht still steht. Trotz allem. Und das ist mindestens genau so wichtig.
Deshalb ist die Kampagne gelungen. Sehr! Glückwunsch.