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Tesla: Vorbei mit kostenlosem Laden an Superchargern

Wer ab 2017 einen Tesla kauft, muss für die Nutzung der Schnellladesäulen im Supercharger-Netzwerk seinen Strom auch bezahlen. Bisher war die Nutzung kostenlos.

Eigentlich ist es keine Überraschung.
Tesla steht unter Druck und muss sehen, wo Kosten gekappt werden können. Nachdem Elon Musk seine Mitarbeiter per Mail eindringlich dazu drängte, in Q3/2016 Tesla ja irgendwie profitabel aussehen zu lassen hatte man vor wenigen Tagen – Oh Wunder! – eine positive Bilanz vorgestellt. „Fälschung“ wäre für die ein sehr krasser Vorwurf, Schönfärberei darf man ihr aber vorwerfen.

Nun macht man einen weiteren Schritt.

Bereits im Juni hatte Tesla – etwas leiser als sonst – angekündigt, dass Tesla 3-Käufer nicht damit rechnen sollten, kostenlos im eigenen Supercharger-Netzwerk tanken zu dürfen.
Jetzt sperrt man auch alle anderen Neukunden aus und zieht eine „Paywall“ ein.

Tesla-Fans, die nach dem 1. Januar 2017 ein Auto bei Tesla bestellen – egal, welches Modell -, müssen im Supercharger-Netzwerk künftig zahlen. Tesla gönnt ihnen ein jährliches „Startguthaben“ von 400 kWh – alles, was darüber hinaus verbraucht wird, wird abgerechnet. Die Preise für den Fahrstrom will Tesla „zeitabhängig und je nach regionalen Stromkosten“ variieren.

Weltweit unterhält Tesla mittlerweile 4.600 Supercharger – eigene Schnelladesäulen, die Tesla-Fahrer bisher kostenlos nutzen konnten. 2013 war der Hersteller noch mit dem Slogan „Incedibly fast. Always free.“ angetreten, die Ewigkeit ist jetzt dann wohl vorbei. Danke, Hillary! ;-)

Wer bereits einen Tesla fährt oder noch vor dem Jahreswechsel bestellt, sei von der Änderung nicht betroffen, teilt Tesla mit. Mit der Einschränkung: „wenn das Auto vor dem 1. April 2017 ausgeliefert wird“.

Willkommen in der Realität.