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Opel braucht Ruhe, um Vertrauen zurück zu gewinnen.

“Opel ist inzwischen kein Autohersteller mehr, Opel ist ein Industriedrama. Es geht um Leben und Tod.” Was Rüsselsheim jetzt braucht ist Ruhe, sonst schwindet das Vertrauen der Kunden noch mehr – das wäre der Todesstoß.

“Opel ist inzwischen kein Autohersteller mehr, Opel ist ein Industriedrama. Es geht um Leben und Tod.”, schreibt Sven Clausen in der Financial Times Deutschland. Ein lesenswertes Stück über die Kernproblematik in Rüsselsheim: Nicht die Autos sind schlecht. Nicht das wackelnde Marketingkonzept. Sondern die Stimmung. Sie ist entscheidend. Wenn GM es seit Jahren nicht schafft, aus “wir müssen besser werden” ein ruhiges “wir sind die besten!” zu machen, dann färbt die Unsicherheit von den Mitarbeitern auf die Käufer ab. Und genau die zu verunsichern kann sich ein Konsumunternehmen nicht erlauben.

Trotz guter Autos schafft es Opel nicht, das von GM aufgedrückte, unruhige Endzeit-Image abzuschütteln. Fast will man meinen, dass GM die europäische Tochter absichtlich so durchschüttelt. Weg mit Opel, Chevrolet zur Weltmarke?
Nein, werfen wir diese These ins Reich der Verschwörungstheorien.

Das Hau und Ruck und Hüh und Hott aber verunsichert Käufer.
“Kann man heute noch Opel kaufen” gehört durchaus zu öfter rezitierten Fragen an Google, die in den Statistiken dieses Weblogs landen. Kann man? Natürlich kann man. Sollte man vielleicht. Während VW es zur nationalen Aufgabe macht, zum größten Hersteller der Welt werden zu wollen (und aktuell ein wenig strauchelt mit dem Ziel, weil Toyota den Platz Eins wieder zu sich holt) und das gebetsmühlenartig wiederholt, kämpft Opel nicht mit Absatzzahlen, sondern sich selbst, seinen Mitarbeitern und der Mutter aus Detroit.

Opel benötigt Ruhe. Das hat über Jahre funktioniert. Käufer wollen wissen, dass ihr Auto auch morgen noch läuft, dass sie bei Problemen auch morgen noch einen Ansprechpartner haben. In Zeiten, in denen Saab insolvent geht, sich Daihatsu vom deutschen Markt zurück zieht und asiatische Marken wie Kia, Hyundai und Co. sich immer selbstbewusster präsentieren, wollen wir Beständigkeit. Schlecker sollte für Opel ein Lehrstück sein – die Kette scheiterte am Ende, weil das Vertrauen der Kunden mit einem Schlag weg war. Das sollte Opel dringend nicht passieren …