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#GoFurther – Fords Strategie für die Zukunft

Ford lud vergangenen Donnerstag nach Amsterdam. Neben diversen Premieren ging es auf dem Großevent auch um die Zukunft von Ford in Europa. “Weiter gehen” – oder, um die Übersetzung von Ford Deutschland zu bemühen: “Eine Idee voraus sein”. Das ist das neuen Kredo für Ford. Ford will mehr als ein Autobauer sein – es will […]

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Ford lud vergangenen Donnerstag nach Amsterdam. Neben diversen Premieren ging es auf dem Großevent auch um die Zukunft von Ford in Europa.

“Weiter gehen” – oder, um die Übersetzung von Ford Deutschland zu bemühen: “Eine Idee voraus sein”.
Das ist das neuen Kredo für Ford.
Ford will mehr als ein Autobauer sein – es will zum Technologie-Anbieter werden. Neben dem Design hat man bei Ford die Technologie als das entdeckt, was Kunden emotionalisieren und zum Kauf eines Fahrzeugs bewegen soll.

Ford steckt in Europa in einer Krise. Ähnlich wie Opel, Fiat und PSA hat die europäische Ford-Tochter mit dem allgemeinen Nachfrage-Minus im Binnenmarkt zu kämpfen. Für die europäischen Marken ist es deshalb nicht einfach – Marken, die globaler aufgestellt sind können die schlechten Zahlen daheim aktuell abfangen, weil die Nachfrage in Asien und Amerika boomt.
Deswegen war die wohl wichtigste Aussage des Tages eine, die in einem kleinen Nebensatz fiel: “Aus dem europäischen Ford wird ein globales Ford in Europa.”
Das Signal setz Ford seit der Absatzkrise in den USA: Mit der “One Ford” Strategie wendet man sich vom Jahrzehntelang genutzten Konzept ab, in Europa, den USA und anderen Märkten eigene Modelle zu entwickeln und zu vermarkten. So waren beispielsweise der Escort in den USA und Europa zwei vollkommen andere Autos. Den Höhepunkt des seltsamen Systems feierte der Ford Focus in der ersten Generation: Hier sahen die Autos in Europa und den USA zwar identisch aus, hatten jedoch eine vollkommen andere Architektur.

Die Wende von dieser Strategie ist eingeleitet und getan. Der aktuelle Focus, der kommende Mondeo und Kuga – diese Modelle sind “One Ford” – Modelle, die weltweit identisch aussehen, auf der gleichen Basis produziert werden und – vor allem auch – weltweit verkauft werden.

In Amsterdam verkündete Ford zudem, was ich schon lange erwarte: Der Mustang kommt nach Europa.
Einen Termin blieb man schuldig – ich würde jedoch stark davon ausgehen, dass der für 2014 geplante Mustang ebenso als “One Ford” kommt und erst dann seine kräftigen Hufe auch in europäischen Boden gräbt.

Wie wichtig das Event war, zeigt, dass neben den diversen “Unter-Chefs” aus Ländern und Abteilungen auch Ford CEO Alan Mulally anwesend war, am Ende gar als Teil der offenen Frage-Session sich den Fragen und der Kritik der anwesenden Journalisten und Händler (vorrangig eben diesen) stellte.
Mulally ist ein smarter Kerl, Typ “Kumpel” und “Boss” gleichzeitig. Er kann lächeln, hat entweder ein phänomenales Gedächtnis oder ein guten Mann im Ohr (konnte er sich doch an diverse Fragensteller von anderen Events erinnern).

Die neue Strategie für Ford macht Sinn. Zwar macht US-Ford bei weitem nicht so ein Geschrei um seine Beihilfen zur europäischen Tochter, wie GM gegenüber Opel. Trotzdem muss das Ziel natürlich sein, international besser auf Veränderungen des Marktes reagieren zu können. Das schafft Ford mit eben dieser Strategie. Bis 2015 sollen mehr als ein Dutzend Modelle als “One Ford” laufen – einige davon sind noch nicht angekündigt, andere ergeben sich, wenn man mal drüber nachdenkt – Stichwort Ford Mustang eben.

Ich drücke Ford die Daumen.

Bericht zum Ford Mondeo erfolgt gesondert.