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Exklusiv: BMW Designer Michael De Bono im Interview

Auf dem Pariser Autosalon hatte ich die Gelegenheit mit verschiedenen Menschen bei BMW zu sprechen. Designer, Entwickler und Techniker. Wie sehen sie die BMW Zukunft? Und was sind die aktuellen Entwicklungen? Drei Interviews stelle ich in den kommenden Tagen online. Weil die Fragen nicht nur allein mir eingefallen sind, sondern zusammen mit ein paar befreundeten [...]

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Auf dem Pariser Autosalon hatte ich die Gelegenheit mit verschiedenen Menschen bei BMW zu sprechen. Designer, Entwickler und Techniker. Wie sehen sie die BMW Zukunft? Und was sind die aktuellen Entwicklungen?

Drei Interviews stelle ich in den kommenden Tagen online.
Weil die Fragen nicht nur allein mir eingefallen sind, sondern zusammen mit ein paar befreundeten Bloggern entstanden, sind die Interviews verteilt – quasi ein Fortsetzungsroman in verschiedenen Blogs (Links ganz unten im Text).

Den Anfang macht Michael de Bono, Exterieur Designer bei BMW. Der gebürtige Brite schloss sein Design-Studium an der Coventry University ab und arbeitet seit 2004 für BMW. Seit 2007 ist er in München daheim, wo er in der Abteilung für Production Design arbeitet. Nach seiner Arbeit am BMW 3er Touring ist er auch für das Design des BMW Highlights in Paris zuständig – des BMW Concept Active Tourer. Ich sprach mit ihm über die Arbeit am BMW 3er Touring, natürlich über den BMW Concept Active Tourer und über seinen Arbeitsalltag.

Herr De Bono – starten wir mit einem Rückblick. Denn auch, wenn wir hier in Paris über das Highlight sprechen wollen – das vielleicht bedeutendere Projekt steht bereits bei den Händlern: Der von Ihnen gestaltete BMW 3er Touring …

Ja, genau. Der BMW 3er Touring war mein erstes Auto, das in eine Serie ging. Das war sehr spannend! Zu dem Zeitpunkt, als ich das Fahrzeug gestaltete, wusste ich noch nicht, dass ich ein Concept Car machen würde. So gesehen ist das für mich natürlich ein Doppel-Erfolg.

 

Wie kam es dazu?

Es ist eine Glückssache. Aber ich finde es sehr spannend, dass wir bei BMW eben Beides machen können. Unser Alltag als Designer besteht nicht nur aus Serienfahrzeugen. Mit Projekten, wie dem Concept Active Tourer, können wir auch ein bisschen weiter in die Zukunft schauen und die spannende Mischung finden: Die Präzession und Glaubwürdigkeit, die wir in Serie verkörpern, in eine Studie zu bringen. Aber dann wieder auch umgekehrt die pure Emotion und Offenheit einer solchen Studie für die Zukunft auch in die Serie einzubringen.

 

Bleiben wir beim BMW 3er Touring. Wie ist der Designprozess hier – fangen Sie mit einem leeren Blatt Papier an oder gibt es Vorgaben?

Es ist eine Mischung. Zum einen schauen wir natürlich einmal zurück. Was gab es bei BMW schon, was war gut, was können wir verbessern? Ich fand den BMW 3er Touring sehr spannend. Weil er eine Ikone ist.
Er hat seine Klasse definiert. Daher war es wichtig nichts von dem zu verlieren, was ihn ausmacht.

Natürlich gibt es dann auch Grenzen, innerhalb der man bleiben muss oder Ziele, die erreicht werden soll – beim Touring zum Beispiel muss viel mehr Platz eingeplant werden – er hat den meisten Platz in seinem Segment. Das war dann auch eine Herausforderung. Das Fahrzeug hat ein langes und im Vergleich zum Radstand auch hohes Dach. Es war durchaus eine Anstrengung dies in eine sportliche Proportion zu bringen. Aber durch die sehr geneigte D-Säule haben wir eine Lösung gefunden, die Dynamik und Sportlichkeit beizubehalten und trotzdem viel Platz einzuräumen.

In der Heckscheibe ist zum Beispiel sehr viel Bewegung, das bedeutet, dass wir keinen Platz wegnehmen, aber sehr fließend sein können. Und das verleiht dem Auto viel Dynamik.

 

Man merkt, Sie haben Spaß gehabt beim Gestalten dieses Autos…

Ja, unbedingt! Die Spannung zwischen dem Neuen und dem Alten, die  Herausforderung zwischen so unterschiedlichen Ansprüchen wie Dynamik und Platz – ich hatte damit sehr viel Spaß!
Es war toll, das alles auf eine Art und Weise zu vereinen, damit ein Anreiz, dieses „Das will ich“-Gefühl, beim Touring entstehen zu lassen.

Der Vorgänger war schon sehr sportlich und emotional – das zu übertreffen war eine Herausforderung. Mein Ziel dabei war immer Sportlichkeit und Eleganz zu vereinen.

Ich denke, das ist gelungen. Wenn ich ehrlich bin: Ich habe ihn schon bestellt. Ich bin Familienvater und ich freue mich drauf ein großes Auto zu haben. Damals, als ich ihn gestaltet habe, war ich allerdings noch 29 Jahre und hatte keine Kinder – aber es war mir eben schon wichtig, mehr in den 3er Touring zu bringen als nur Funktionen.

Wie Michael De Bono vom BMW 3er Touring zu seiner Arbeit am BMW Concept Active Tourer kam, lest ihr auf dem PARIS MOTOR SHOW BLOG presented by BMW.
Und wie der Arbeitsalltag von Michael De Bono aussieht, wie er sich inspiriert, könnt ihr bei Jens auf rad-ab.com lesen.

Wer noch mehr lesen will, der ist im BMWBlog gut aufgehoben, die Kollegen haben Michael De Bono ebenfalls interviewed und lustigerweise eine Frage exakt gleich gestellt wie ich ;)