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Der neue Golf. Warum eigentlich?

Der neue Golf VII ist da. Fast. Für einige Blogger ging es heute nach Sardinien zur Internationalen Fahr-Vorstellung des neuen Wolfsburgers. Welche Eindrücke sie hatten wird man in den nächsten Tagen noch ausführlich lesen (ich verlinke weiter unten). Und ich persönlich erwarte mir die Antwort auf eine Frage, die ich mir seit Wochen nagend stelle. […]

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Der neue Golf VII ist da.
Fast.
Für einige Blogger ging es heute nach Sardinien zur Internationalen Fahr-Vorstellung des neuen Wolfsburgers.
Welche Eindrücke sie hatten wird man in den nächsten Tagen noch ausführlich lesen (ich verlinke weiter unten). Und ich persönlich erwarte mir die Antwort auf eine Frage, die ich mir seit Wochen nagend stelle.

Natürlich wird der neue Golf wieder ein Renner. Und das hat nicht einmal etwas damit zu tun, dass ihn manch Händler bereits zum Verkaufsstart mit bis zu 20% Rabatt anbietet.
Irgendwie hat es Volkswagen mit dem Golf geschafft nach dem Käfer direkt wieder einen Millionenseller, eine Ikone, zu schaffen. Und man muss neidlos anerkennen, dass das nicht vielen Herstellern gelingt. Oder sagen wir: So gut wie keinem.
Aber, irgendwie muss man auch erkennen: Der Golf ist eine Ikone ohne viel Charme. Eine, die in meinen Augen wie “Brot und Butter” ist. Der Golf ist optisch wie fahrtechnisch (bisher) so unauffällig, dass er irgendwie langweilig wirkt.

Ich bin nun ausführlich mit einem BMW 1er unterwegs gewesen.
3.600 Kilometer habe ich mit ihm in 14 Tagen absolviert. Keine massige Strecke, aber man lernt ein Auto doch gut kennen.
Einige Wochen zuvor habe ich binnen drei Tagen 1.300 Kilometer in einem Golf VI hinter mich gebracht.

Nun ist „6“ nicht gleich „7“. Aber Golf, darf man annehmen, ist und bleibt Golf. Beständigkeit ist sein zweiter Name. Und das muss nichts schlechtes sein. Aber genau das bringt mich nun eben auf die Fragen.
Nach 14 Tagen BMW 1er frage ich mich ernsthaft: Wieso kauft man einen Golf?

Das jetzt bitte nicht falsch verstehen, das ist jetzt kein VW-Bashing oder der kleinliche Versuch eines persönlichen VW Affronts. Natürlich ist der Golf ohne jeden Zweifel ein gutes, solides Auto mit breiter Fanbasis, die offenkundig einen Grund hat ihn zu mögen, lieben, verehren. Sonst würde er sich nicht verkaufen wie Sonntagsbrötchen.

Aber … Warum?

Gehen wir mal von den Fakten ran.
Mercedes A-Klasse. BMW 1er. Audi 3. Golf.
Alles eine Klasse.
Und mit dem neuen Golf VII nur mehr im Endeffekt auch alles ein und das gleiche Geld.

Für mich persönlich lautet angesichts dessen jetzt eben die Frage: Wieso kauft man sich einen Golf? Wenn man für das gleiche Geld eine A-Klasse oder einen BMW – also, Premiumfahrzeuge – haben kann?
Der Preisunterschied zumindest ist marginal – zwischen 2.000 und 4.000 Euro für die kleinsten Benziner oder Diesel, wobei der BMW hier im Moment natürlich einen Vorteil bei der Angebotspalette hat. Der 1er ist mit den meisten Motorenvarianten erhältlich, aber eben auch schon seit einem Jahr auf dem Markt.

Kofferraum? Alle gleich.
Ausstattung? Levelt man sich in den gleichen Preisstufen hoch.
Qualität? Da gibt sich weder VW noch eine der drei Premiummarken die Blöße.

Also.
Wenn mich etwas an den Testberichten meiner lieben Kollegen interessiert, dann genau die Unterschiede (die Golf-Wettbewerber von Mercedes und Audi sind sie meist alle schon gefahren) und der ganz objektive Grund wieso sie sich für den Golf (oder eben nicht) entschieden.
Los, ich bin gespannt! :)

Berichte bisher:
Lisa The Car Addict
Wird fortgesetzt

  • Christian

    Darf man seine Meinung auch kommentieren? :)

    Ich denke (und erlebe), dass die Lösung genau in Deinem Satz …
    : Wenn man für das gleiche Geld eine A-Klasse oder einen
    : BMW – also, Premiumfahrzeuge – haben kann?
    … steckt.
    Denn es will gar nicht jeder eine Premiummarke fahren, teilweise ist das sogar richtig verpönt. Man will nicht auffallen, der Wert “grundsolide” zählt mehr als “Premium”. Man könnte es vielleicht als den feinen Unterschied zwischen “zeigen was man hat” und “protzen” bezeichnen.

    Und: Gute Verarbeitung und ein toller Motor werden in der Golfklasse als etwas tolles wahrgenommen, schließlich ist es ja kein Premiumwagen.; der ist also beser als erwartet.
    Bei A-Klasse oder 1er wird das vorausgesetzt, schließlich sind die ja Premium-Marken.
    Was im Endeffekt dazu führt, dass der Golf besser ausgestattet wahrgenommen wird als die Kollegen. (So ähnlich, wie wenn man aus kaltem oder heißem Wasser seine Hände in lauwarmes Wasser steckt)

    Ich selber erlebe dieses ‘Fall nicht auf!-Dings übrigens nahezu täglich seit ca. 3 Jahren – vorher fuhr ich einen schwarzen Golf 4 Kombi, also quasi die Inkarnation des unauffälligen Golfs.
    Dann stand – als der Leasingvertrag auslief – gerade ein passender Jahreswagen beim Händler: Ein weißer A3. Etwas schlechter ausgestattet, etwas langsamer, aber er gefiel mir und er war monatlich billiger, das passte alles gut.
    Ich fahre also seitdem billiger und langsamer. Egal: seitdem bekomme ich von jedem der möchte einen Spruch gedrückt, warum ich denn so angeben muss. Erkläre ich, wie’s war und dass ich unter anderem Geld sparen wollte kommt gerne “Aber trotzdem, Audi, der ist so protzig”
    Äh, ja.

  • Thomas Gigold

    Echt?
    Interessant. Ich habe bisher eigentlich nicht das Gefühl, dass man mit einem BMW 1er oder A3 “protzt” … Ist das am Anfang eines Autokaufs echt eine Überlegung? Für mich zählt da eher “was bekomme ich für mein Geld” – und da sind eben BMW oder Mercedes ja durchaus doch noch etwas weiter vorn; insb. weil ich mich beim 1er in den Fahrerlebnisschalter verliebt habe ;)

    • Christian

      Ups, vergessen :)
      Ja, je nach Peergroup ist das sogar sehr eine Übelegung.
      Bescheidenheit ist ein großer Wert – ist ja als Gegenbewegung zum Protzen, was man auch gern antrifft ja auch logisch.
      Und Nobelmarke ist Nobelmarke, egal wie vernünftig sie baut …

      Ps: So einen Fahrerlebnisschalter hab ich jetzt in der Giulietta erlebt, die ich letztens mal probefuhr. Mach Spaß, ja :)

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