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Daimler bringt Dich überall hin!

Daimler startet mit Moovel in Stuttgart ein neues Mobilitätsangebot. Und dabei steht nicht das Auto im Vordergrund. Mit Moovel bietet man eine “Wie komm ich von A nach B”-Applikation an, die in ihrer Einfachheit unschlagbar ist.

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Daimler startet mit Moovel in Stuttgart ein neues Mobilitätsangebot. Und dabei steht nicht das Auto im Vordergrund.

Dass wir vor einem Wandel der Mobilität stehen ist unverkennbar. Autohersteller fokussieren sich neben der Herstellung eigener Autos zunehmend auf das ganzheitliche Thema Mobilität. Dazu gehören eigene Car-Sharing-Flotten ebenso wie eigene Fahrräder und Elektrofahrzeuge jeglicher Art. Aber auch Angebote rund um die von öffentlichen Verkehrsmitteln oder den eigenen Füßen beeinflusste Mobilität eines Menschen.

BMW i investiert so beispielsweise über eine eigene Venture Capital Firma in das Thema Mobility Services. Citroen startete mit seinem Multicity ein Mobilitätsportal auf dem man seine Reisen planen kann. Und jetzt kommt Daimler. Mit Moovel.

Der via App für iPhone (Android entsteht aktuell noch) sowie über die Webpage nutzbare Service soll Menschen von A nach B bringen. Zu Fuß, via öffentlichem Nahverkehr, via Mitfahrgelegenheit oder CarSharing. Dabei drängt Daimler seine eigenen Dienste nicht in den Vordergrund. Man entscheidet selbst, wie man von hier nach dort kommen will.
Kosten fallen dabei nicht an – außer natürlich, man steigt in Bus, Bahn und Co.
Trotzdem will Daimler mit der für den Nutzer kostenlosen App Geld verdienen. Das soll über Vermittlungsprovisionen der eingebundenen Partner passieren. Mit der Mitfahrzentrale hat man sich offenkundig schon geeinigt, ebenso mit den Stuttgarter Verkehrsbetrieben. Mit der Deutschen Bahn sei man im Gespräch.
Nach Stuttgart sollen weitere Städte hinzu kommen und Moovel die Welt erobern.

Das wird ein Großprojekt. Denn Moovel arbeitet nicht nur mit Landkarten und Fahrplänen, sondern auch mit Augmented-Reality. Das bedeutet über Schnittstellen etc. muss die App einfach immer wissen, wo sie ist, wo die nächste Bahn fährt, ob irgendwo ein Taxi steht …

Aber Daimler zeigt hier, wie ein guter Mobilitätshelfer aussehen kann.
Über eine Plain Simple-Eingabemaske kann man bestimmen, wohin man will, bekommt diverse Alternativen angezeigt und kann dank GPS und Online-Verbindung direkt los.

Insgesamt ist Moovel grundlegend so einfach für den Nutzer gehalten, dass der wirklich ohne viel Tam und Nachdenken durch die App kommt. Damit könnte die App eine echte Alternative zu den hauseigenen Apps der ÖNV-Anbieter werden, die sich meistens durch total seltsame UI auszeichnen. Zudem kann ich theoretisch – sofern das Angebot ausgebaut wird – in jeder (sagen wir mal Groß-)Stadt mit der gleichen App meine Wege bestimmen und mich bewegen. Für Leute, die wirklich mobil sind sehe ich hier großes Potential.

Mit Multicity verfolgt Citroen das Ziel längere Reisen über weite Strecken zu planen und dabei neben Kosten auch das Thema Nachhaltigkeit zu transportieren. Das ist ein tolles Angebot – beispielsweise im Business- oder Urlaubsbereich. Moovel hat jedoch einen anderen Ansatz, der vor allem im urbanen Umfeld täglich anfällt: von jetzt auf gleich mit Bus, Bahn, Taxi oder Mitfahrgelegenheit kurze Strecken zu absolvieren. Das merkt man schon an den Eingabemasken: Citroen will möglichst viele Details und Infos haben, Daimler fragt nur: “Wo willst Du hin”. Das sind zwei unterschiedliche Ansätze, von denen der von Daimler die Chance hat wesentlich aktiver und häufiger genutzt zu werden – vorausgesetzt, man kann schnell den Datenbestand vergrößern. Das ist insbesondere von den lokalen Nahverkehrsanbietern bzw. deren Dachorganisationen abhängig, die Zugriff auf die Datenpools ermöglichen. Ich bin gespannt!

Robert überzeugt Multicity im ersten Vergleich übrigens mehr, ich sehe eben (siehe oben) zwei unterschiedliche Ansätze.

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