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Chrysler holt für Fiat die Kastanien aus dem Feuer

Als sich Daimler mit einem großen Erlösungsseufzen von Chrysler trennte, da stand es nicht gut um den US-Amerikanischen Autobauer. Doch offenbar hat man in Detroit zugepackt. Man ließ sich von FIAT buttern, packte an und steht heute wieder da. Stolz. Und … besser als der heutige Mehrheitseigner!

Als sich Daimler mit einem großen Erlösungsseufzen von Chrysler trennte, da stand es nicht gut um den US-Amerikanischen Autobauer. Doch offenbar hat man in Detroit zugepackt. Man ließ sich von FIAT buttern, packte an und steht heute wieder da. Stolz. Und … besser als der heutige Mehrheitseigner!

Denn während FIAT stark von der europäischen Finanz- und Absatzkrise gebeutelt ist, stützt Chrylser das Ergebnis der Italiener so sehr, dass man die Mutter aus den roten Zahlen drückt.
Ach, wie wünschte man sich so ein Ergebnis mal in Rüsselsheim.

FIAT hat dem jetzt vorgestellten zweiten Quartalsbericht 2012 nach einen Verluste von 184 Millionen Euro erwirtschaftet – oder eingefahren, “erwirtschaften” kann man Verlust kaum. Das sind immerhin 14 Millionen mehr als im ersten Jahresquartal. Die Tendenz ist also nicht unbedingt ermutigend. FIAT muss dabei natürlich auf den Markt verweisen, zeigt aber auch auf Volkswagen: Chef Sergio Marchionne sieht in der aggressiven Preispolitik der Wolfsburger den schuldigen, so berförderten die Deutschen Mitbewerber ins Abseits.
Richtig Zunder hat der Vorwurf insbesondere deshalb, weil Marchionne im Moment Vorsitzender des Verbandes der europäischen Autobauer ist. Als solcher hatte der Italiener der New York Times neulich ins Mikro gedonnert, dass die europäische Autopreis-Politik: katastrophal sei: “Bei der Preisgestaltung gibt es ein Blutbad. Das ist ein Blutbad bei den Margen.” Darauf hin kam aus Wolfsburg die Aufforderung zum Rücktritt, nun gibt Marchionne Konter.

Trotz der Einbussen bei der Haupt-Marke aber schreibt der Konzern schwarze Zahlen. Der Nettogewinn beträgt stolze 358 Millionen Euro. Die Italiener verdanken das vor allem Chrysler. Die Amerikaner kommen auf dem Heimatmarkt aktuell wieder so gut an, dass sie im Quartal über 580.000 Autos verkauft haben (weltweit).
Respekt.
Stellt sich die Frage, wie Chrysler das halten kann und, ob es Opel, Peugeot und Fiat schaffen ebenfalls einen “Turn Around” zu schaffen? Abwarten – meine Glaskugel habe ich im Urlaub vergessen .. ;)