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Range Rover Generationen

Auf die Neun: Land Rover mit Neun-Gang-Automatik

Sechs, Sieben, Acht – wer bietet mehr Gänge in seiner Automatik? Land Rover! Die Engländer kündigen jetzt das erste in Serie verbaute Neun-Gang-Getriebe für einen Pkw an. Kann man zu wenige Gänge haben – oder zu viel?

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“Gänge kann man nie genug haben”, habe ich neulich einem Kollegen zugeflüstert. Grund dafür war die witzige Frage eines Motorjournalist-Kollegen, der auf einer Fahrzeugpräsentation erfragte, ob es das neue Modell optional auch mit fünf Gängen gäbe. Gab es nicht – nur sechs manuell und sieben automatisch.

Neun Gänge für ein Halleluja

Sieben Automatik-Gänge sind heute bei vielen Herstellern ja fast schon guter Ton. Wer nicht selbst ans Schaltwerk will, der muss viele Gänge nehmen. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt. Denn mehr Gänge senken in der Theorie natürlich auch den Verbrauch. In der Praxis merkt man als Fahrer dann aber ab und an: Selbst die noch so intelligente Elektronik weiß manchmal einfach nicht mehr, welcher Gang jetzt in der breiten Auswahl der bessere wäre.

Das stört Land Rover nicht. Die Engländer präsentieren jetzt das weltweit erste Neungang-Automatikgetriebe für Pkw.
Das kommt von ZF 9HP und “zählt zu den effizientesten und technisch fortschrittlichsten Automatikgetrieben, die je in einem Serienfahrzeug verbaut wurden“, wie Land Rover in der Pressemitteilung schreibt.

Ohne Zweifel. Das ist es.
Und durch die kürzeren Übersetzungsstufen sollte Beschleunigung trotz Schaltstufen besser klappen, und dass der Motor quasi immer im Drehzahloptimum laufen sollte, schlägt sich die hohe Ganganzahl auf Verbrauch und Geräuschentwicklung aus.

Mitdenkende Technik

Im Gegensatz zu den bisher von Land Rover eingesetzten Sechs-Gang-Automatik-Getrieben, die sequenziell schalten, verfügt das Neue über eine “Skip-Shift” Funktion, die beim runterschalten Gänge überspringen kann. Ausserdem soll die Elektronik schlau genug sein, um zu merken, ob ein “vom Gas gehen” jetzt gemeint ist, weil man bremsen will, oder ob demnächst wieder Gas gegeben wird – entsprechend sollen unnötige Gangwechsel vermieden werden.

Ich bin gespannt.
Gänge kann man nicht genug haben – eine intelligente Steuerung dabei natürlich voraus gesetzt. Am Ende sollte das Getriebe ja vermeiden permanent zu schalten, sondern sich intelligent verhalten. Auf der anderen Seite hat sich die Technologie in den letzten Jahren in dem Bereich so massiv weiter entwickelt – selbst aus mir Automatik-Kritiker ist ein Fan guter Automatik-Getriebe geworden. Also hilft nur abwarten. In welchen Modellen das neue Getriebe zum Einsatz kommen soll, hat Land Rover noch nicht verraten.

Lesenswert übrigens: Jens von rad-ab.com hatte sich vor einiger Zeit einmal die Zeit genommen und Herstellerübergreifend in die Getriebe-Entwicklungs-Glaskugel geschaut. Lesen, wenn man mehr zum Thema wissen will!

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